Replikanten - Spielleitfaden

  • Auf Basis des TS-Treffens der Replikantenspieler und der ergänzenden Hinweise der Konversationsgruppe haben wir nun einen Spielleitfaden entwickelt. Einige Ergänzungen, insbesondere in Hinblick auf die Gestaltung der Karten des Core-Codes werden noch folgen. Vielen Dank an Simon für die großartige Vorarbeit in diese Richtung!

    1 Replikanten erkennen/ typisches Verhalten

    Es gibt auf den ersten Blick keinen Unterschied zwischen Mensch und Replikant. Im Vorbeigehen könnte ein Replikant für einen Menschen gehalten werden, wenn seine Kleidung nicht entsprechende Merkmale (etwa eine Seriennummer statt eines Namensschildes) aufweist.

    Replikanten vermeiden im persönlichen Kontakt mit Menschen (bsp. im Gespräch oder bei Empfang eines Auftrages) den direkten Augenkontakt, sie werden den Blick senken. Replikanten in militärischer Verwendung stellen den Blick frei geradeaus.

    1.1 weitere typische Gesten

    Die unten genannten Gesten können erweitert werden. Es geht vor allem darum, Gesten zu finden, die allen Replikanten mehr oder weniger eigen sind und an denen man sie bei genauerem Hinsehen oder Kontakt erkennen kann.

    • Bei unbeschäftigten Replikanten liegen die Hände an der Seite. Wenn sie sitzen, liegen die Hände mit der Handfläche auf den Oberschenkeln. Die Beine sind zusammengestellt.
    • Wenn Replikanten nachdenken oder aufmerksam zuhören, blicken sie ebenfalls nach unten und legen den kopf leicht schräg.
    • Bei bestimmten Fachverwendungen werden bewusst andere Bewegungsmuster programmiert: eine Replikanten-Soldatin an der Front wird den Blick vor dem Feind nicht senken, ein Pfleger wird darauf programmiert sein, einen Patienten bewusst anzusehen, um Vertrauen zu vermitteln.

    Ein Replikant, selbst wenn er ein Erwachter ist, muss aktiv dagegen arbeiten, die ihm typischen Bewegungen zu unterlassen.

    2 Aufträge und Befehle für Replikanten

    Obwohl jeder Mensch einen Replikanten einen Befehl erteilen kann (solange dieser der Basisprogrammierung nicht zuwider läuft), haben Replikantenspieler immer die Möglichkeit, einen Befehl nicht auszuführen, indem sie den Satz „Der Befehl/Auftrag/die Anfrage kollidiert mit der Omega-Direktive“ sagen. Die Spieler sollen so die Möglichkeit haben, aus OT-Gründen einer Spielsituation zu entgehen, ohne ihre Rolle als Replikant aufgeben zu müssen.

    Es gibt eine Rangfolge, die jeder Replikant einhalten wird, sodass ein neuer Befehl unter Umständen nicht ausgeführt wird, weil ein anderer gerade aktiv ist:

    1. Aufträge des Eigentümers haben höchste Priorität.
    2. Die Aufträge des aktuellen Besitzers werden in aller Regel Vorrang haben.
    3. Aufträge von weiteren Fachkräften des Einsatzgebietes werden erfüllt, wenn weder Besitzer noch Eigentümer andere Aufträge vergeben.
    4. Die Aufträge sonstiger Menschen kommen nur infrage, wenn weder Fachverwendung noch Wille des Eigentümers oder Besitzers betroffen sind.

    Für Replikanten in militärischer Verwendung gilt folgende Hierarchie:

    1. Eigentümer ist stets die Teilstreitkraft der eigenen Verwendung, vertreten durch den jeweils kommandierenden Offizier.
    2. Besitzer ist der jeweilige unmittelbare Vorgesetzte oder Abteilungsleiter.
    3. Weitere Fachkräfte sind die Soldaten im Sinne der im Militär üblichen Hierarchien oder zugeordnete Zivilkräfte.
    4. Sonstige Menschen sind Zivilisten und Soldaten außerhalb der eigenen Fachverwendung.

    3 Replikanten im Alltag

    Replikanten besitzen (sagen zumindest die Firmen) kein Bewusstsein, sind aber hochkomplexe KI, keinesfalls eine stumpfe Maschine und verfügen über entsprechende kognitive und physische Eigenschaften. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der Erfüllung der Aufgaben ihrer Fachverwendung, sie können sich aber auch in einem alltäglichen Rahmen bewegen.


    Beispiele:

    Ein Soldat wird seinem Dienst nachgehen, während der „Freizeit“ wird er sich vielleicht in der Messe oder den Quartieren und Aufenthaltsräumen der Soldaten aufhalten, dort vor allem über Themen seiner Arbeit sprechen. Er versucht vorsichtig, Kontakt zu den menschlichen Soldaten herzustellen, indem er etwa an einem Kartenspiel teilnehmen möchte.


    Die Krankenschwester wird sich vor allem um medizinische Angelegenheiten kümmern. Sie wird vielleicht in der Messe Kontakt zu Menschen suchen, um deren Befindlichkeiten (Bsp. nach der Entlassung aus der Krankenstation) in Erfahrung zu bringen oder zu lernen, woran man erkennt, ob Menschen leiden.

    4 Replikanten außerhalb des Dienstes

    Auch wenn die Geschmacksnerven nicht sensibilisiert wurden, müssen Replikanten Nahrung zu sich nehmen. Es gibt eine Nährpaste und MRE’s. Es ist zum Beispiel auf einem Stützpunkt aber auch üblich, aus Gründen der Logistik Replikanten die gleiche Nahrung zukommen zu lassen, die auch Menschen erhalten, auch wenn bei den Replikanten auf Genussmittel wie Alkohol, Süßigkeiten und Kaffee verzichtet wird.

    Replikanten unterhalten sich zwar zumeist über das Themengebiet ihrer Fachverwendung, sie können aber auch über Themen sprechen, die ihrer aktuellen Situation entspringen: Vielleicht nehmen sie das erste mal Nahrung mit intensiven Geschmack zu sich, sie machen sich Gedanken über den Verlauf der Mission oder greifen ein beliebiges Thema auf, das ihr Interesse weckt.

    Die Art der Gespräche oder der Interessensgebiete des Replikanten kann gut genutzt werden, um Spielanlässe zu generieren:

    Beispiele

    • Ein Replikant zeigt ein besonderes Interesse an Themen, die sich um die vermeintliche Persönlichkeit drehen. Das könnte einen Techniker veranlassen, einen Pre-Check vorzunehmen, ein Besitzer wird vielleicht einen Techniker um Hilfe bitten.
    • Ein Wissenschaftler wird womöglich neugierig, wie weit sich die KI eines Replikanten dem Menschen annähern kann und sucht folglich den Kontakt und vor allem das Gespräch mit dem Replikanten, gerne auch außerhalb der Dienstzeit desselben.
    • Ein Replikant, der nie auch nur im Ansatz Interesse an seiner Umwelt zeigt, könnte zu einem Techniker gebracht werden, der dessen Feinjustierung mit Hilfe des Core-Codes anpasst.

    5 Wartung

    Ein Techniker nimmt sich des Replikanten im üblichen Turnus an. Er bringt mit Hilfe des Basisbefehls 1 “Geh in den Wartungsmodus!“ einen Chip auf dem Handrücken des Replikanten an. Dafür hat er zehn Sekunden Zeit, andernfalls verlässt der Replikant den Wartungsmodus wieder.

    Die Wartung beginnt mit einer grundsätzlichen Funktionsüberprüfung, dem Pre-Check. Mit drei weiteren Befehlen/Fragen wird (ohne, dass große Programmierkenntnisse benötigt werden, aber eben nur mit dem passenden Chip) eine erste Diagnose vorgenommen:

    1. Geh in den Wartungsmodus!
    2. Benenne den Status Deiner motorischen Fähigkeiten!
    3. Nenne Deine Basisprogrammierung!
    4. Wie fühlst Du Dich?

    Vom Replikanten werden folgende Antworten erwartet:

    1. Wartungsmodus aktiv
    2. Keine Einschränkungen / folgende Einschränkungen (Nennung von bsp. ‘linker Arm gestaucht’)
    3. Asomov’sche Gesetze aktiv, Spezialisierung (Fachverwendung einfügen) aktiv
    4. funktionsfähig

    Die oben genannten Antworten sind die Erwarteten. Die Spieler der Replikanten können je nach Spielintention entscheiden, davon abzuweichen. Es obliegt dem gegenüber je nach IT gesetzten Fähigkeiten oder auch aus der IT-Motivation heraus weitere Schritte einzuleiten.

    6 Auffälliges Verhalten

    1. Die Antworten auf die Fragen kommen mit einer spürbaren Verzögerung von bsp. mehr als zehn Sekunden.
    2. Die Antworten wirken nicht sicher, entsprechen nicht den erwarteten Antworten oder widersprechen ihnen sogar.
    3. Der Replikant stellt seinerseits Fragen, zum Beispiel: “Warum musste ich vor zwei Wochen die Tätigkeit XY ausführen? oder „Darf ich eine andere Aufgabe bekommen?“
    4. Der Replikant formuliert Gefühle, Ängste oder dergleichen.

    Grundsätzlich ist zu bedenken, dass ein Replikant, der auffälliges Verhalten ausspielt auch die Konsequenzen inkauf nehmen sollte und sich im besten Fall auch auf das daraus resultierende Spiel einlässt.

    7 Reaktionen der Techniker

    Der Techniker kann frei entscheiden, wie er auf den Replikanten reagiert. Im besten Fall wird er aber in irgendeiner Form reagieren:

    7.1 Der verbale Pre-Check zeigt: Alles in Ordnung

    Der Replikant wird aus dem Wartungsmodus entlassen oder der Techniker ruft dennoch den Core-Code auf, um z.B. den Pre-Check zu prüfen oder um eine Feinjustierung vorzunehmen, die ohnehin geplant war.

    7.2 Der verbale Pre-Check zeigt: Die Antworten sind teilweise nicht konform

    Der Techniker ruft auf jeden Fall den Core-Code auf, und nimmt nötige Feinjustierungen vor. Er wird vielleicht als Reaktion auf die Frage des Replikanten “Warum musste ich vor zwei Wochen die Tätigkeit XY ausführen? entscheiden, den Wert für ‘Neugierde’ zu senken.

    7.3 Der verbale Pre-Check zeigt: Die Antworten widersprechen gänzlich den Vorgaben

    Je nach Fähigkeit des Technikers wird er den Replikanten mit Hilfe des Core-Codes zurücksetzen. Womöglich erscheint ihm das Verhalten des Replikanten derart gruselig, dass er zum Psychologen geht und ihm von den kuriosen Antworten oder gar Gegenfragen des Replikanten erzählt: „Doc, liegt das an mir oder ist das eine obskure Fehlfunktion? 621684 hat gesagt, dass er Angst hat und er hat dabei nach meiner Hand gegriffen!“.

    Es ist auch denkbar, dass er den Replikanten direkt zum Psychologen bringt, selbst auf die Gefahr hin, dass dieser dann sagt, er beschäftige sich nicht mit Technik sondern mit Menschen.

    8 Intensität des Spiels als Replikant

    Mit Hilfe des Core-Codes können Replikanten-Spieler im Vorhinein bestimmen, wie sehr ihr Charakter von außen (bsp. durch Hacking/Programmierung gesteuert werden kann.

    Wenn es nicht explizit durch die Karten des Core Codes anders vom Replikantenspieler bestimmt wurde, gilt die Opferregel: eine Aktion ist erfolgreich, wenn der Replikantenspieler auf Basis des gemeinsamen RP den Erfolg definiert.

    9 Umsetzung des Core Codes

    Die Spieler der Replikanten erhalten ein Kartenset aus mindestens vier Karten. Kommt es zu einer Situation, bei der eine tiefergehende Wartung oder Umprogrammierung infrage kommt, wird zum einen ein passender Chip benötigt, der am Handrücken des Replikanten angebracht wird und zum anderen kommen die Karten des Core-Codes je nach Fähigkeit des Programmierers zum Einsatz.


    Karte 1 zeigt die grundsätzliche Konfiguration des Replikanten und enthält Stamminformationen wie bsp. die Seriennummer, das aktuelle Betriebssystem und notwendige Fertigkeiten des Technikers bzw. Hackers, um Zugriff auf die weiteren Daten zu erhalten.
    Karte 2 wird nur dann ausgegeben, wenn es neben vier verbalen Grundbefehlen, die jeder Replikant kennt, weitere Befehle geben soll, die bsp. der jeweiligen Fachverwendung angepasst sind. Diese Grundbefehle werden je nach gewünschtem Intensitätslevel mit dem Replikantenspieler abgesprochen oder vorgegeben.
    Karte 3 Es gibt zumindest eine Karte, auf der Attribute ausgewiesen sind. Zu Spielbeginn sind in der Regel in Absprache mit dem Spieler bestimmte Werte vorgegeben, diese können aus verschiedenen Gründen (bsp. Feinjustierung durch einen Programmierer, Störung der Replikanten oder Hacking) geändert werden. Je nach Wunsch des Spielers können weitere Attributekarten hinzukommen.
    Karte 4 enthält das Basisprogramm und die Spezifizierung der Fachverwendung. Wer Zugriff auf diese Karte hat, ist in der Lage, die gesamte Intention des Replikanten umzuprogrammieren, weshalb es aufwändig ist, Zugriff auf diese Karte zu erhalten.

    9.1 Fähigkeitsstufen für Techniker, Hacker und interessierte Laien

    auf Karte 1 ist auch die grundsätzliche Fähigkeitsstufe ausgewiesen, um Justierungen am Replikanten vorzunehmen. Die Karten selbst stellen auch in sich Abstufungen dar und zeigen die jeweils zumindest nötige Fähigkeitsstufe.

    Natürlich kann ein Hacker oder ein Laie versuchen, auch oberhalb seiner Fähigkeiten zu agieren. Von einer Störung des Replikanten bis hin zur Entdeckung eines nicht ganz so legalen Zugriffs ist dann alles möglich. In jedem Fall gilt:

    Jeder Replikant ist mit einem Sicherheitssystem ausgestattet, das anschlägt, wenn ein nicht autorisierter Zugriff fehlschlägt. Der Replikant wird dann versuchen, den Wartungsmodus zu verlasen, indem er den Chip auf seinem Handrücken entfernt und er wird versuchen, den Angreifer körperlich so einzuschränken, dass er nicht mehr fliehen kann.

    9.1.1 Fähigkeitsstufen 1+2

    Ein einfacher Hilfstechniker oder ein Mensch, der die Bedienungsanleitung aufmerksam gelesen hat. Die Karte mit der grundsätzlichen Konfiguration, den Infos zum Betriebssystem und der Seriennummer kann eingesehen werden, sofern der Replikant in den Wartungsmodus versetzt wurde und der passende Chip am Handrücken angebracht wurde.

    Dieses Fähigkeitsstufe ist mindestens bei der Einsicht der Karte 1 nötig, es sei denn, auf der Karte ist etwas anderes ausgewiesen.

    9.1.2 Fähigkeitsstufen 3-5

    Sofern die Berechtigung vorliegt und der Wartungsmodus ordnungsgemäß eingeleitet wurde, können Besitzer und Eigentümer die Konfiguration einsehen. Für eine Änderung oder Ergänzung wird ein Techniker mit mindestens Fähigkeitsstufe 2 benötigt. Seine Fähigkeiten entsprechen einem Grundstudium.

    Dieses Fähigkeitsstufe ist mindestens bei der Änderung der Karte 2 nötig, es sei denn, es ist etwas anderes ausgewiesen. Bei Änderungen an der Konfiguration eines Replikanten in militärischer Verwendung ist die Anwesenheit eines Vorgesetzten notwendig.

    9.1.3 Fähigkeitsstufen 6+7

    Sofern die Berechtigung vorliegt und der Wartungsmodus ordnungsgemäß eingeleitet wurde, können Techniker der Fähigkeitsstufe 3 Änderungen an dieser Karte vornehmen. Die Fähigkeiten entsprechen denen eines abgeschlossenem Studiums und einiger Berufserfahrung.

    Dieses Fähigkeitsstufe ist mindestens bei der Änderung der Karte 3 nötig, es sei denn, es ist etwas anderes ausgewiesen. Bei Änderungen an der Konfiguration eines Replikanten in militärischer Verwendung ist die Anwesenheit eines Offiziers notwendig.

    9.1.4 Fähigkeitsstufen 8+9

    Sofern die Berechtigung vorliegt und der Wartungsmodus ordnungsgemäß eingeleitet wurde, können Techniker der Fähigkeitsstufe 4 Änderungen an dieser Karte vornehmen. Die Fähigkeiten entsprechen denen eines Studiums und langjähriger Berufserfahrung mit einer Spezialisierung.

    Dieses Fähigkeitsstufe ist mindestens bei der Änderung der Karte 4 nötig, es sei denn es ist etwas anderes ausgewiesen. Bei Änderungen an der Konfiguration eines Replikanten in militärischer Verwendung ist die Anwesenheit des kommandierenden Offiziers oder seines Bevollmächtigten notwendig.

    Programmierer dieser Fähigkeitsstufe sind auch in der Lage, eine gänzlich neue Programmierung für Replikanten zu entwickeln und bei Replikanten zu implementieren.

    9.2 Das Betriebssystem als Abbild der gewünschten Spielintensität

    Das Betriebssystem ist der OT-Hinweis, wie intensiv der jeweilige Replikantenspieler Steuerung von außen zulassen möchte. Sieht ein Programmierer oder Hacker diese Karte, sollte er entsprechend des Intensitätslevels mit dem Spieler des Replikanten agieren.

    9.2.1 R-OS 1

    • Die Spieler wünschen wenig Eingriff von außen in ihre Spielentscheidungen.
    • Umprogrammierungen, Änderungen der Basiswerte erfolgen vor allem auf Basis des gemeinsamen RP und unter Anwendung der Opferregel
    • Die Spieler legen Basiswerte im Einvernehmen mit der SL fest und bestimmen so das Auftreten ihres Charakters

    9.2.2 R-OS 2

    • Die Spieler wünschen zuweilen einen Eingriff von außen in ihre Spielentscheidungen.
    • Umprogrammierungen erfolgen auf Basis der Karten des Core-Codes und der definiertem Fähigkeitsstufe des Technikers bzw. Hackers. Die finale Entscheidung über Erfolg oder Misserfolg erfolgt dennoch immer auf Basis der Opferregel.
    • Die SL gibt je nach Aufgabenbereich die Basiswerte vor, die Spieler legen die übrigen Basiswerte im Einvernehmen mit der SL fest und bestimmen so das Auftreten ihres Charakters.

    9.2.3 R-OS 3

    • Die Spieler möchten möglichst häufig durch äußere Einflüsse zu Spielentscheidungen gebracht werden.
    • Umprogrammierungen bzw. Hacking erfolgen vor allem auf Basis der Werte des Core-Codes und dem definierten Fähigkeitslevel der Techniker bzw. Hacker.
    • Die SL definiert je nach Aufgabenbereich Basiswerte in Abstimmung mit dem Spieler. Die Spieler gestalten auf Basis dieser Werte den Charakter aus.

    9.3 (Re-) Programmierung von Replikanten im Spiel

    Eine Reprogrammierung oder Feinjustierung am Replikanten findet immer über den Core-Code statt. Der Replikant wird in den Wartungsmodus gebracht, der Chip auf dem Handrücken des Replikanten angebracht. Wenn das erfolgreich verlaufen ist, übergibt der Spieler des Replikanten die Karten, die der Techniker einsehen kann. Dieser kann sich als Requisit bsp. ein Tablet nehmen, auf dem er die weiteren Eingaben simuliert.

    Das Ergebnis der Umprogrammierung erfolgt auf den Karten selbst, indem bsp. die Intensität des Wertes „Empathie“ markiert wird, oder ein zusätzlicher verbaler Befehl eingetragen wird.

    Wie die Umprogrammierung selbst dargestellt wird, bleibt ganz den Spielern von Replikanten und Technikern überlassen: Ein Techniker könnte bsp. den Wert „Empathie“ ändern und dann prüfen, ob das nun besser ist, indem er dem Replikanten ein Szenario erzählt (Verwundeter fürchtet sich) und dann fragt, wie der Replikant reagiert. Der Replikant könnte während des Prozesses in einem Modus sein, der an eine Teilnarkose erinnert.

    10 Erwachte im Spiel

    Die obigen Informationen richten sich vor allem an jene Spieler, die einen funktionsfähigen Replikanten darstellen, deren Replikant womöglich auf dem Weg ist, ein Erwachter zu werden oder jene, die bereits Erwachte darstellen, das aber vor Menschen wie anderen Replikanten verbergen wollen.

    In allen Fällen gilt: Die Anzahl von Erwachten im Spiel wird sehr begrenzt sein. Sie soll die Ausnahme, nicht die Regel darstellen. Erwachte (oder Erwachende) können nur in Absprache mit der SL gespielt werden.

    Stellt ein Replikantenspieler im Verlauf des Spiels fest, dass sein Charakter sich zu einem Erwachten entwickeln könnte, werden mit der SL ggf. neue Ziele und Ausgangswerte für den Charakter besprochen.