Religion

  • Religion ist in der Europäischen Union reine Privatsache und eine äußerst vielfältige Angelegenheit. Alle großen Religionen und zahlreiche kleinere sind vertreten und die Verfassung garantiert eine freie Ausübung der jeweiligen Religion, solange diese nicht geltendes Recht bricht. Bei Vereidigungen etwa wird nicht auf eine Heilige Schrift, sondern auf Verfassung der EU geschworen, die Gottesformel innerhalb eines Eides ist nicht mehr vorhanden.

    1 Feiertage

    Aus der historischen Entwicklung heraus werden Weihnachten und Ostern weiterhin als Feiertage begangen. Hinzu kommen die Feiertage des Bündnisses:

    • 25.3.1957- Gründungsakt der alten EU (Römische Verträge)
    • 10.11. 2057 - Gründung der erweiterten oder neuen EU

    2 Religion im Alltag

    In Stadt und Land finden sich Kirchen aller Art und Größe. Die großen christlichen Gotteshäuser vergangener Jahrhunderte sind ebenso zu finden, wie Moscheen, die den nordafrikanischen Raum prägen. Im Alltag mag man einen Segenswunsch hören, ein Gespräch über den letzten Gottesdienst oder eine Debatte über die Frage, ob es Gott gibt. Es gibt Menschen, die regelmäßig die Gotteshäuser aufsuchen, andere sehen darin keinen Sinn und es gibt solche, die der Form halber zu den hohen Feiertagen ihrer jeweiligen Religion mit ihrer Familie in die Kirche gehen.

    Religionen innerhalb der EU

    Es gibt neben den großen Religionen zahlreiche Neugründungen, deren Werte oft auf denen der großen Religionen beruhen. Die unten genannten sind die Religionen mit den meisten Anhängern.

    2.1 Reformierte Katholische Kirche

    Ist eine Einheitskirche aus Protestantismus und Katholizismus, die sich Ende des 21. Jahrhunderts gegründet hat. Beide Kirchen hatten unter eklatanten Mitgliedermangel zu leiden und beschlossen, einen gemeinsamen Weg zu finden.

    Oberhaupt ist derzeit Päpstin Benedicta.

    Liturgie und Heilige Schriften entsprechen dem klassischen Katholizismus. Neben Latein steht die jeweilige Landessprache gleichberechtigt in der Liturgie.

    2.2 Katholizismus

    Neben der reformierten Katholischen Kirche gibt es weiterhin die katholische Kirche, auch wenn diese kein zentrales Oberhaupt mehr hat. Sie ist in einzelnen eher kleinen Gemeinden organisiert, denen ein Pfarrer vorsteht. Die Anhänger des Katholizismus glauben nicht daran, dass die Kirche von einer Frau geführt werden kann, oder Frauen ein kirchliches Amt innehaben kann. Das Lateinische ist die maßgebliche Sprache der Liturgie und Heiligen Schriften

    2.3 evangelische Kirche

    Neben der reformierten Katholischen Kirche gibt es eiterten die evangelische Kirche. Ihre Anhänger können die Vereinigung der christlichen Religionen unter einer katholischen Ordnung nicht akzeptieren.Das gesprochene Wort ist Mittelpunkt der Liturgie. Das Hinterfragen von Dogmen und Traditionen eine herwollte Auseinandersetzung.

    Dieser Lehre nach gibt es zahlreiche kleinere evangelische Kirchen, die entweder einen liturgischen Aspekt oder einen bestimmten Lebenswandel in den Mittelpunkt ihrer Lebensgestaltung stellen.

    2.4 europäischer Islam (Fatiden)

    Ausgehend von den afrikanischen Ländern hat sich Ende des 21. Jahrhunderts eine gemäßigte Form des Islam gebildet. Die „Fatiden“ folgen der Lehre Fatima von Marokko, die eine Vision des Propheten hatte, nach der die Vielfalt der Völker die Einheit Allahs darstellt.

    Im Alltag wird den Anhängern des Europäischen Islams, insbesondere seit dem Verhärten der Fronten des Kalten Krieges der „Big Six“, zuweilen Misstrauen entgegen gebracht, so man denn überhaupt mitbekommt, welcher Religion das Gegenüber angehört.

    2.5 Prä-Astronautik

    Die Anhänger dieser Religion gehen davon aus, dass die Menschheit seit ihrer Frühzeit von außerirdischen Intelligenzen besucht wurde, die die Entwicklung der menschlichen Zivilisation nachhaltig beeinflusst haben.

    2.6 Agnostiker

    Die Angehörigen dieser Gruppe verstehen sich als religiöse Gruppe, ordnen sich aber auch einer philosophischen Richtung zu. Das Göttliche wird nicht grundsätzlich infrage gestellt, sie sehen aber auch keinen Grund, ihre Leben dem Diktat einer Religion zu unterwerfen. In Abgrenzung zum Dataismus gehen die Agnostiker davon aus, dass der Mensch nicht in der Lage ist, Göttliches zu beweisen oder zu widerlegen und so ist auch nicht an Ihnen zu verurteilen, wenn jemand seinen Glauben ausübt.

    2.7 Dataismus

    Die Anhänger dieser Religion glauben an die unbedingte Macht von Algorithmen und den schöpferischen Charakter derselben. Diese verhältnismäßig junge Religion entstand zur Mitte des 21. Jahrhunderts, als die Algorithmen der großen Firmen weit präziser als jeder menschlicher Wissenschaftler Zukunftsszenarien berechnen konnten. Sie glauben daran, dass die Datenbanken und Algorithmen längst den Punkt überschritten haben, an dem es einen Menschen braucht, um Neues zu kreieren. Ganz im Gegenteil werden die Menschen in jeder Hinsicht von den Algorithmen gesteuert, ganz gleich ob es sich dabei um personalisierte Werbung, das ärztliche Vorsorgeprogramm oder die Berechnung militärischer Interventionen handelt.

    Es gibt keine ritualisierte Form des Dataismus, so wenig wie es Heilige Schriften gibt.

    3 Replikanten und Religion

    Die Programmierung von Replikanten sieht keine Festlegung der Religion vor.