Regelwerk

  • Das Regelwerk für 2ndComing, das im Wesentlichen dem Prinzip DKWDDK folgt.

    1 Einleitung

    Wir spielen nach „Du kannst, was du darstellen kannst“ und was die Mitspieler Dir glaubhaft abnehmen. 2nd Coming ist ein kooperatives Spiel, bei dem es keine Gewinner und Verlierer gibt, sondern nur Protagonisten und Antagonisten einer gemeinsamen Geschichte. Jeder Teilnehmer, egal ob SC, GSC oder NSC, hat seinen Anteil am Verlauf der Ereignisse. Plot findet immer und überall statt, kann sich in Charakteren, Requisiten oder Schriftstücken verstecken.Die Spielwelt von 2nd Coming orientiert sich an „What you see, is what you get“. Eine Waffe ist eine Waffe, eine Akte ist eine Akte, ein Bunker ist ein Bunker, usw.

    2 SC, GSC und NSC

    2.1 Spielercharakter (SC)

    SC haben den größtmöglichen Freiraum bei der Erschaffung und Entwicklung. Sie agieren vollkommen frei innerhalb der OT- und IT-Regeln. Sie können innerhalb der 2nd Coming Welt und nach Absprache mit der SL jede Rolle übernehmen.

    2.2 Gesetzte Spielercharakter (GSC)

    GSC sind Charaktere, die wie SC entwickelt werden können, aber ihren festen Platz innerhalb des Plots haben. Sie sind in bestimmte Handlungsstränge eingebunden, bekommen deshalb Handlungsanweisungen der Spielleitung und tragen eine Verantwortung für ihren Teil des Plots.

    2.3 Nichtspielercharaktere (NSC)

    NSC sind komplett durch die Spielleitung vorgegebene Charaktere, die im Rahmen ihres Briefings agieren.

    3 Charaktererstellung

    Alle Charaktere sollen der Welt von 2nd Coming entsprechen. Sie müssen zwingend mit der Spielleitung abgesprochen und von ihr freigegeben werden. Wir möchten im Sinne des kooperativen Spiels Charaktere, die zueinander passen und sich nicht gegenseitig Spiel stehlen. Natürlich kann es Überschneidungen in bestimmten Fähigkeiten und Berufen geben, aber wir legen auf ein ausgewogenes Verhältnis wert.


    Charaktere in Führungspositionen tragen Verantwortung für das Spiel und die Spielmöglichkeiten ihrer Untergebenen.


    Spieler, die sich für die Darstellung eines Replikanten entscheiden, werden in der Regel einen Charakter darstellen, der am unteren Ende der Hierarchie steht und Befehle ausführt. Das bedeutet nicht, dass der Spieler derselben Hierarchie unterworfen ist. Er kann Befehle und Aufträge ohne Konsequenzen ablehnen, wenn diese aus OT-Gründen nicht ausführen möchte. Die Mitspieler sollten sich ihrer IT-Macht über die Replikanten bewusst sein und Befehle und Anweisungen entsprechend so formulieren, dass alle Parteien einen spielerischen Mehrwert daraus ziehen können.

    4 Erscheinungsbild und Ausrüstung

    Das Erscheinungsbild der Charakter sollte dem Styleguide entsprechen.
    Erlaubt sind 0,5er Softairwaffen zu Darstellung des Fernkampfs (nur außerhalb des Bunkers. Im Bunker sind Softair streng verboten.)
    Erlaubt sind Messer und Dolche aus Schaumstoff oder weichem Kunststoff.
    Erlaubt sind Laptops und Pads jeglicher Art.

    5 Spielmechanismen

    Handlungen im Spiel haben positive oder negative Konsequenzen. auch Con-übergreifend.
    Handlungen des Charakters sind immer als IT anzusehen.
    Konflikte sind ausschließlich als IT anzusehen.

    6 Hilfreich zum Verständnis der 2ndComing-Regeln

    (frei Dogma 2005)

    • Niemals soll Vorstellung die Darstellung ersetzen
    • Ich kann mit Darstellung nicht die unbelebte Natur beeinflussen, es gibt kein "Telling", kein "ich wäre jetzt". Ich kann nur das was ich kann, oder mittels Darstellung meinen Mitspielern Überzeugend vermitteln kann
    • Die Spielleitung wird sich nie direkt ins Spiel einmischen.
    • Schon gar nicht, um von Darstellung der Spieler beeinflusst die Spielwelt zu ändern, oder Dinge in die Vorstellungswelt des Spielers zu verschieben. Die Spielleitung wird nur durch Nichtspieler-Charaktere, Requisiten und Schriftstücke agieren, und nur IN der Spielwelt. Die Spielleitung gibt keine Metainformationen (wie "dieses Schriftstück ist magisch") oder Anleitungen (wie "du bist nun verzaubert") heraus.
    • Es soll keine Plotelemente geben, die nur ein bestimmter Charakter lösen kann.
    • Es gibt keine Gegner, die sich nur mit einer bestimmten Technik bekämpfen lassen, die nicht allen Charakteren zur verfügung steht oder sich innerhalb des Spiels von jedem Charakter zu eigen machen lässt.
    • Es gibt keine Helden, außer sie werden dazu
    • Es gibt keine Hauptfiguren, die vor dem Spiel bestimmt werden und auf die der Plot "zugeschnitten" wird.
    • Es gibt keine festgelegten Spielmechaniken
    • Es gibt kein Regelwerk. Die Auswirkung einer Aktion wird nicht mit Punkten oder dergleichen bemessen, sondern kann vom Gegenüber nach Belieben ausgelegt werden.
    • Ich werde abgesehen von persönlichen Effekten keine Gegenstände ans Spiel mitbringen die nicht zum Spiel gehören
    • Es dürfen in der Spielzone keine Gegenstände auftauchen oder benutzt werden die offensichtlich nicht zum Spiel gehören (Plastikflaschen in einem Fantasy-Setting)
    • Ich werde einen zum Spielhintergrund passenden Charakter spielen
    • Ich werde keinen Charakter von einem anderen Spiel importieren wenn er eine "Entschuldigung" braucht um seine Anwesenheit zu rechtfertigen. Ich werde nach Möglichkeit einen Charakter spielen der direkt aus dem Land oder dem Ort des Spielhintergrundes stammt.