Blog-Artikel mit dem Tag „Spoiler“

    Дорогая моя Костя,


    auch wenn dein Brief mich erst vor wenigen Tagen erreicht hat, weiß ich, dass meine Antwort dich nie erreichen wird. Sie hätte es in den letzten 1,5 Jahren schon nicht. Auch wenn ich es kaum sagen, kaum denken mag, kann ich es fühlen.

    Du bist tot.

    Unwiderruflich. Ich wusste damals, dass die Regierung log, ich wusste damals nicht, was dir wirklich passiert ist. Aber das du von mir gerissen wurdest, habe ich gespürt. Ich habe es so erdrückend schrecklich gewusst, dass es mir das Herz, den Hals, den Magen, verschnürt hat. Ich habe nicht atmen können. Wochen nicht. Monate nicht. Es hat ein Jahr gedauert, bis ich endlich Luft geholt gehabe. Jetzt habe ich deine Zeilen in den Fingern, deine Marken liegen neben mir, wenn ich schlafe. Deine Zeilen haben mir zwei bittersüße Erkenntnisse gebracht. Zum einen, dass ich niemals aufhören werde dich zu lieben... und es niemals aufhören wird, weh zu tun, dass sie dich mir genommen haben. Zum anderen, dass ich mich damit

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    Das schmale Reihenhaus befand sich in der Innenstadt. Das Haus war nicht sehr groß, für zwei Personen wohl angenehm, für drei schon etwas eng. Es war Januar, das Wetter halbwegs erträglich. Sophie Wokow stand in dem kleinen Gästezimmer und machte gerade ihr Bett. Sicher hätte diese Aufgabe auch ein Replikant übernehmen können, doch ihr war die Beschäftigung nur recht.


    Vor dem Haus fuhr eine schwarze Limousine vor, die ihre gewollte Unauffälligkeit herausbrüllte. Der Wagen hielt und wenige Sekunden später stieg eine Frau heraus, die mittelalt, mittelgroß, mittelblond und mittelmäßig attraktiv war. Sie trug ein graues, sehr strenges Businesskostüm und langte nach einer Aktentasche, bevor sie sich auf den Weg zu Tür machte. Ein weiterer Mann im grauen Anzug und mittelbraunem Haar schloss die Tür des Wagens und folgte der Dame.


    Als es an der Tür klingelte zuckte Sophie zusammen. Wer war das? Die Lebensmittel waren für diese Woche schon gekommen und bestellt hatte sie nichts.

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