„Barbigate“-Ermittlungen dauern an - nun auch mögliche Verbindung zu Monsanto-Bayer

Die Polizeiarbeit durch EUROPOL in dem mittlerweile als „Barbigate“ bekannten Medikamentenskandal (von „Barbi“ - Barbiturate und „Gate“ - Watergateaffäre (vgl. Nixon) laufen der Pressestelle zufolge weiter auf Hochtouren. Insiderkreise wollen bestätigen, dass der ursprüngliche Hinweis auf Dr. de Montpellier aus dem Bereich enger Vertrauter der Familie stamme.


Gleichzeitig steigt der Druck auf die Familie des inzwischen vom Dienst bis auf Weiteres freigestellten Colonel T. Todeskino. Eine offizielle Stellungnahme liegt nach wie vor nicht vor. Es gibt jedoch Spekulationen darüber, dass eine bekannte Anwaltskanzlei aus der Hauptstadt den Fall übernommen hat.


Weitere Brisanz erhält der Fall durch die Arbeit des Investigativjournalisten Bernhard Andrews. So sollen weite Bestandteile der fraglichen Medikamentelieferungen aus Barbituraten bestehen. Seinem Bericht in der London Times würde dies also nicht nur eine Verbindungen ziehen, die eine direkte Linie zwischen Dr. de Montpellier und der Familie Todeskino bildet, sondern ein Dreieck aufspannen zum Monsanto-Bayer Konzern. „Es gibt gute Gründe, warum Barbiturate schon vor der Jahrtausendwende in weiten Teilen Europas nur noch in äußersten Ausnahmefällen zur Anwendung kamen.“, so Andrews. Dieses Verbot, so berichtet er weiter, sei hauptverantwortlich für die Tatsache, dass Barbiturate aus medizinischer Sicht so gut wie in Vergessenheit gerieten. Seiner Theorie zufolge hält Monsanto-Bayer jedoch nach wie vor die Patente zu gut 85% der herstellbaren Derivate.


„Das Erbe des Firmengründers wollen wir mit keinem Wort schmälern.“, heißt es in der offiziellen Pressemitteilung von Monsanto-Bayer. „Zu Zeiten der Entdeckung des Wirkstoffs haben auf ihm basierende Medikamente vielen Menschen geholfen. Jedoch musste die Herstellung aufgrund der nicht tragbaren Nebenwirkungen langfristig eingestellt werden. Inzwischen verzichtet die Medizin gänzlich auf entsprechende Produkte, sofern es sich nicht um Ausnahmefälle handelt (z. B. allergische Reaktionen auf derzeit gängige Präparate).“ Schon seit Jahrzehnten sei die Produktion so weit heruntergefahren, dass ausschließlich noch in einem kleinen Werk im deutschen Weiden Barbiturate hergestellt würden. Jedoch entsprächen die dort hergestellten Mengen in keinem Fall den tatsächlich gefundenen. Das Werk sei nicht in der Lage, Mengen ähnlichen Umfangs zu produzieren, so der Konzernsprecher am letzten Donnerstag.