EBN - Ernteausfälle in Europa

Auch in diesem Jahr ist die Ernte innerhalb der Europäischen Union weit geringer ausgefallen als prognostiziert. Die Wetterdienste verzeichnen den zehnten Sommer in Folge, der von extremer Dürre gekennzeichnet ist. So werden etwa in Frankreich, der „Kornkammer der Union“ bis zu 70% Ernteausfälle erwartet. Die EU versucht, die Ausfälle mit synthetischen Produktionsverfahren zu kompensieren. Das Problem hierbei ist, so die Agrarwissenschaftlerin Prof. Dr. Ramirez, dass „die Nährstoffe zwar enthalten sind, das menschliche Bedürfnis nach Geschmack und Haptik aber nur bedingt Berücksichtigung findet. Kurz gesagt“, führt die Wissenschaftlerin aus, „wir könnten genauso Replikanten-Nährpaste zu uns nehmen. Es ernährt uns, aber es sättigt nicht die Seele.“


Aus Regierungskreisen werden Stimmen laut, die die Vermutung äußern, dass die Regierung im Falle einer Unterversorgung der Bevölkerung genau darauf zurückgreifen muss. Auf Nachfrage von EBN gibt ein Mitglied des Verteidigungsausschusses zu Protokoll, dass „die EU an vereinzelten Standorten Tests durchführt, um die Versorgung von Replikanten und Menschen mit derselben Nahrung zu optimieren.“

Zeitgleich werden weitere Verfahren der Nahrungsmittelproduktion erprobt: in Namibia wird mit Hydrokulturen gearbeitet, wobei sich schon im zweiten Jahr der Tests abzeichnet, dass auf Dauer der Unterhalt der Bewässerungsanlagen zu kostenaufwändig sein wird.