Erlebnisse/Feedback/Konstruktive Anregungen

  • TL;DR: Eine super Con das Orga-Team hat die jeweiligen Stärken super eingesetzt um einen dauerhaft spannenden Con mit sehr guter handwerklicher Arbeit zu erschaffen.

    Langversion:
    assume, to: Militärische Abkürzung für: "I make an ass out of U and me."
    Trotzdem werde ich hier auch viel mit Mutmaßungen arbeiten:

    Als ich gesehen habe, wie die Orga ihre eigenen Charaktere aufgestellt hat - alle militärischen Führungscharaktere sind in SL-Hand - dachte ich erst ":/ Oh, oh! Das kann gerade bei einem ersten Con echt in die Hose gehen." In anderen Settings hatte ich genau das erlebt. Ist der IT-Chef nicht da und haben Spieler Fragen, ist die IT-Hilflosigkeit dann schell auch OT gegeben. Dann hatte ich zusätzlich die Sorge, wie sehr das das Spiel in Richtung MilSim verschiebt. Wenn dann die Orga nicht ansprechbar ist, weil sie eine "Feurwerk/Eyecandy-Szene" vorbereitet oder wegen der OT-Aufgaben nicht IT führen kann, ist das möglicherweise katastrophal für den Spielspaß.

    War aber 99% der Zeit eben nicht so: Da Gisi ganz klar "Führen mit Auftrag" - auch unter der falschen Bezeichnung "Aufftragstaktik" bekannt - praktizierte und fast immer von ihren Büro aus lenkte, hatte ich stets das Gefühl, zu wissen, was gerade passiert, bzw. was mein Charakter gerade sinnvolles tun kann. Ich denke, dass das im Wesentlichen auch für die Militärspieler im Allgemeinen gilt. Mega-gut und mega-wichtig war, dass sowohl Colonel Soames als auch Major Alexander immer wieder betont haben, dass die Kooperation und Kommunikation von Militärs mit Zivilisten zentraler Auftrag ist. Man merkte sehr gut, dass Gisi OT in einem staatlichen System arbeitet. In ganz viel Szenen wurde klar, dass von den Soldaten Systemtreue und Treue zum Prozess erwartet wird. Insbesondere Soames hat da als Vorbild fungiert. Zwar musste man als Charakter/Spieler manchmal vor der Tür warten, aber das wirkte immer geordnet und funktional.

    Ich vermute, dass es explizite Design-Entscheidung war, das Szenario nicht durch einzelne Insel-Situationen zu lenken, sondern immer wieder Steuerungsakzente zu setzen. Im Grunde also permanent die handwerkliche Spielqualität zu optimieren und nicht eine Show mit krassen Einzelsituationen zu veranstalten. Meine sehr persönliche Einschätzung ist, dass ich zwar auf anderen Cons intensivere Einzelszenen erlebt habe, aber nie so dauerhaft so hohes Plot-/Spiel-Niveau. Wo andere SLs danach streben, einzelne Szenen zu bauen, die sicher eine Schulnote "1" verdienen und in Kauf nehmen, dass viele andere Szenen eher bei einer Schulnote "4" herumdümpeln, hatte ich hier das Gefühl, dass Qualitätssicherung herrschte um jeder einzelnen Szene zu emöglichen, eine gute Szene zu sein. Es gab für mich nicht einen einzigen Frust-Moment. Und das spricht Bände dafür, dass da viel Arbeit hinein geflossen ist, das Spiel auch im Kleinen zu gestalten. Noch einmal: Es gab für mich 0 - in Worten null! - Momente der Enttäuschung oder der Langeweile.

    Es war sehr gut, dass Spiel schon am Tor beginnen zu lassen. Ich fühlte mich gleich abgeholt. Auch die Entscheidung einen kompletten Tag dem Ankommen im Setting zu gönnen und nur vereinzelt mit den gefundenen Dokumenten schon zum Plotelement "Endeavour" überzuleiten war handwerklich sehr gut gewählt.

    Was es leider schon gab war, dass man das Gefühl hatte, dass Spieler sich mit der Spielwelt unsicher waren und die Hintergründe der Welt nicht sicher genug kannten.

    Ich schließe mich da übrigens selbst absolut ein. Ich selbst hatte auch Momente, wo ich sehr aktiv nachdenken musste, wie sich welcher Hintergrund der Welt darstellt und ob das, was ich gerade erzähle in der Welt des 2ndC überhaupt SInn ergibt. Und manchmal habe ich auch Sachen gesagt, die in der Welt von 2ndC grober Unfug waren. ABER: Es gibt Conreihen, da ist das auch beim fünften Con noch so und beim 2ndC sehe ich auch, dass das auf dem richtigen Weg ist. Bei einem ersten Con einer Reihe ist es natürlich, dass da die Spielwelt noch nicht verinnerlicht ist.

    Mein ganz persönlicher Dank gilt Franz, der sich mit den Übungen so richtig viel Mühe und Aufwand gemacht hat. Ich denke auch, dass es nicht selbstverständlich ist, dass jemand der beruflich Soldaten ausbildet das auch noch in seiner Freizeit machen will. Alles, was Ihr an Übungen hattet, entsprang Franz' Kopf. Ich hätte noch etwas in der Hinterhand gehabt, wenn wir zu schnell durch gewesen wären oder Ihr aufgrund von Wetterbedingungen nicht die ganze Zeit draußen hättet spielen können/wollen. Glücklicherweise kam es dazu nicht, denn das, was lief war qualitativ besser. Franz hat mit IT ganz viel von dem Glanz abgegeben, den er durch harte OT-Arbeit errungen hat. Das war super und absolut nicht selbstverständlich.


    Zum Essen muss ich nichts sagen. Ich tu's trotzdem: Wow, war das lecker! Private Freeman verdient für seine Verdienste um die Moral dringend eine Beförderung. Ich bin sicher, dass er diese längst hätte, wenn er sich nicht gleichzeitig ein schweres Beförderungshinderniss zu Schulden hätte kommen lassen: Dafür, dass er permanent die komplette Mannschaft auf gänzlich unwiederstehliche Art und Weise dazu verführt, ihre Gesunderhaltung durch Völlerei zu vernachlässigen. Normalerweise nehme ich bei Cons ab. Diesmal wohl eher nicht. Ich find's klasse!

  • Dieser Post entsteht auf mehreren Punkten, die ich mir in nicht geordneter Reihenfolge sortiert aufgeschrieben haben. Während ich die Punkte herunter tippte wollte ich nach positiv und negativ trennen aber dann fiel mir auf: Ich habe keine einzige negative Kritik zu machen. Mir geht es da genau wie Götz: Es gab für mich auch 0 Momente der Enttäuschung oder Langeweile.


    Die Spielleitung hat aus dem Nichts diese Welt geschaffen und dies eindeutig so unglaublich erfolgreich, dass wir alle uns direkt einfinden konnten. Es gab bei so Alltagsgesprächen eigentlich in meiner Erfahrung keine Szenen, wo die Spieler*innen unsicher mit der Spielwelt waren, das trat dann bei Detailfragen auf bezüglich Dingen, die wir eben heutzutagen nicht haben (Raumflug zum Mond / Mars, Aufenthalt auf dem Planeten, Schwerelosigkeit etc). Also klar haben wir die Dinge heut aber nicht in der Art und Weise...*fuchtel* Ihr wisst was ich meine. Aber insgesamt hatte ich das Gefühl, dass sich das "Kopfkino" der Spieler*innen extremst gut ergänzt hat auf Basis von dem Material, was die Spielleitung zur Verfügung gestellt hatte und wie die Spielleitung im Spiel die Welt repräsentiert hat, was alles extrem hochwertig war. Die weitere Ausarbeitung der Welt ist dann ja auch ein Gemeinschaftsprojekt für die Zukunft.


    Generell war die unglaublich aufwendige Orga-Arbeit an allen Ecken und Kanten sichtbar, von Blut im Keller, den großartig gestalteten Postern und Flyern, Museums-EU-Flagge, dem ganzen Einladungs-Paket, Haltelinien an den entsprechenden Orte und so weiter und so fort. Das Setting, in dem wir uns bewegten, war dadurch perfekt transportiert und man musste nichts hindefinieren oder wegdefinieren, was ja sonst beim Larp echt oft Gang und Gebe ist. Ich kann mir vorstellen, dass das extremst viel Arbeit war und da noch mehr hintersteckt als überhaupt sichtbar war. Ich möchte das hier aber erwähnen, damit Ihr wisst, dass es nicht unbeachtet blieb oder als selbstverständlich wahrgenommen wurde.


    Ich kam sofort in meinen Charakter direkt durch die IT-Anreise und da hatte ich wirklich Sorge vor. Einerseits hatte ich befürchtet, dass ich eben nicht auf Knopfdruck den Charakter spielen kann, der bisher nur "auf dem Papier" existiert hat und ich noch kein richtiges Gefühl für sie habe und andererseits, dass die IT-Anreise zu OT-Problematiken führen kann. Wir kennen ja alle Rollenspieler*innen (ergo uns *g*) und die sind alle ein wenig OT Mimosen. Und grad weil mögliches Konfliktspiel / Intrigenspiel angekündigt war hatte ich große Sorgen, dass das OT zu Problemen führen kann wenn es IT Konflikt gibt aber OT noch kein Bonding stattgefunden hat. Aber es stellte sich heraus, dass alle meine Sorgen diesbezüglich komplett unbegründet waren. Tatsächlich würde ich mir wünschen, dass die IT-Anreise auch das nächste Mal so stattfinden kann falls es vom Setting passt. Vielleicht der erste Tag des Projektstarts? :)


    Die Zusammenarbeit bzw. das Zusammenspiel zwischen Militär und Zivil war großartig. Ich weiß, dass es auch entsprechende Anweisungen an das Militär gab aber das heißt nicht selbstverständlich, dass es so grandios ist wie es war. Es gab meinem Gefühl nach eigentlich keinerlei Berührungsängste in beide Richtungen, sondern nur den Willen ein Team zu bilden. Egal ob das bedeutet hat man trägt gemeinsam Professor Maliki durch den Wald oder man teilt den Alkohol und viel zu viele wirklich dumme aber großartige Witze. ;) Wirklich vielen, vielen Dank für das Spiel mit Euch ALLEN! <3


    Und noch ein großes Lob an alle, die auch OT beim Militär sind oder entsprechende Erfahrung haben. Ihr habt alle, die Militärs gespielt haben ohne die entsprechende OT-Erfahrung, nie "überspielt" also Euch in den Fordergrund gedrängt oder ähnliches, sondern die anderen gepusht und erklärt und supported, so dass für mich von der Außensicht her der ganze Militärapparat extrem stimmig und dicht dargestellt war von der Hierarchie her und der Einheitlichkeit her.


    Die Erlebnis-Dichte war so hoch an diesem einen(!) Wochenende, dass es mich zwar einerseits körperlich wirklich an meine Grenzen gebracht hat aber andererseits war diese Dichte dafür verantwortlich, dass man einen bisher ungespielten Charakter direkt in allen möglichen verschiedenen Situationen "erleben" konnte und ich jetzt das Gefühl habe als würde ich den Charakter wirklich umfangreich kennen (und lieben).


    Die Qualität des Plotinputs und die Qualität der Plotintensität war in meinen Augen ebenso perfekt portioniert, so dass es nie zu einfach war neue Dinge herauszufinden aber auch nie ein Moment der Frustration oder Langweile eintrat. Man hatte das Gefühl, dass man den Schleier so peux á peux lichtet (bzw. er Stück für Stück von den Augen weggerissen wird) aber immer nur noch mehr erkennt wie krass das dunkle Geheimnis ist, das aufgedeckt wird. Unglaublich spannend und komplett unerwartet!!!


    Mein besonderer Dank geht an das Medics-Team: Ich hatte echt Bedenken wie wir gemeinsam funktionieren in dieser Zusammenstellung. Stellte sich aber heraus, dass es PERFEKT funktioniert hat und wir uns unglaublich gut ergänzt haben. Es hat mir extrem viel Spaß gemacht mit Euch zu spielen. Vielen Dank vor allem an Katja, die mein Fake-Französisch und meine Fake-Medizinkenntnisse abgefangen hat und geholfen hat, dass ich den Char meist so darstellen konnte, wie sie ist.


    Und vielen Dank an die jeweiligen "Raucherecken-" oder "Sofaeckencrews". Ich hab soooooo unglaublich viel gelacht dank Euch. <3 Es war total toll wie die gesamte Gruppe irgendwie innerhalb von wenigen Stunden zusammen gewachsen ist, egal ob man vorher befreundet war oder sich überhaupt nicht kannte oder es gar das erste Larp war, an dem man teilnahm.


    Vielen tausend Dank auch an Angie und Bambi für Putzen und Kochen!! Es war echt so sauber <3 und das Essen war einfach fabulös! Und Ihr wart großartige Zimmernachbarn. Nochmal sorry, dass ich den Kaffee Sonntagfrüh nicht annehmen konnte, Bambi. Aber mein Magen war noch nicht wach genug und hätte dann glaub ich gestreikt. ;)


    Und noch eine abschließende Sache: Ich bin normalerweise hauptsächlich Vampire-Spieler, sprich ich bin jemand die harte Politik und Intrigen gewöhnt ist und eigentlich extrem schnell von Rollenspiel, was eher PvE-mäßig ausgelegt ist oder eben nicht so extrem PvP wie Vampire ist, gelangweilt ist weil es für mich dann irgendwie so banal oder ereignislos wirkt. Ich habe mich auf dem Con wie erwähnt kein einziges Mal gelangweilt und hatte nie das Gefühl, dass irgendwas banal ist. Selbst die beklopptesten Witze oder einfach nur das gemeinsame abendliche "Abhängen" habe ich tatsächlich nicht als flach oder schnöde erlebt und war einfach von Freitag 14:30 Uhr als ich ans Tor vorgefahren kam bis OT-Ausrufung durchgängig entertained und im Flow.



    Ich freue mich schon so sehr auf das nächste Mal!



    P.S. Darf ich kurz erwähnen wie sexy mein Mann in den Uniformen war? *herzchenaugen*

  • Hier mein Feedback zum Wochenende, solange die Eindrücke noch frisch sind.

    Ich bin sehr müde und bitte zu entschuldigen, wenn alles etwas wirr wird.


    Insgesamt fällt mir erstmal nur ein Wort ein: "rund".

    Das ganze Wochenende war eine runde Sache. Ich hatte nie das Gefühl, das es irgendwo hart hing oder nicht weiterging. Es gab durchgehend etwas zu tun, es kam nie Langeweile auf. Vielleicht auch dadurch, dass fraternisieren mit zum Auftrag dieses Wochenendes gehörte, und sich dadurch die Quatschrunden im Raucherbereich oder der Sitzecke nie "falsch" anfühlten.


    Ich versuch mal, das Erlebte chronologisch aufzuarbeiten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

    Die Ankunft schon IT zu gestalten war eine perfekte Entscheidung. Ich selbst brauche immer einige Zeit, um wirklich IT zu kommen und mich in eine Rolle "einzufühlen" und die Aufregung bzw. das Lampenfieber abzulegen. Dadurch, dass man am Tor schon ein wenig mit den Soldaten ins Gespräch kam und herumplänkeln konnte, wurde diese Zeit deutlich verkürzt, und sobald der Kram verstaut war, konnte es sofort losgehen.


    Es folgte erstes Beschnuppern. Es war streckenweise hart, nicht sofort in ein freudiges "Hallo, ewig nicht gesehen, du auch hier, yay" zu verfallen, letztendlich klappte aber auch das. Und spätestens von dem Moment an, an dem ich COL Soames in ihrem Büro aufgesucht habe, war ich komplett im Spiel.

    Prof. Dr. Tareq Maliki erwachte zu leben in mir.

    Es kam die Zusammenkunft in der Messe, um den Rahmen für das Wochenende festzustecken. Einige warme Worte später (und nach einer hoffentlich nicht zu langen / wirren Rede meinerseits) konnte ich mein Personal kennenlernen.

    Durch meinem Beruf bin ich es gewohnt, Menschen zu führen und zu motivieren. Allerdings kenne ich üblicherweise meinen Auftrag, wenn ich Tätigkeiten an meine Mitarbeiter delegiere. Hier nicht. Ich habe meinen Auftrag so verstanden, ein Team zu formen und zu evaluieren, wie dieses Team zusammenarbeiten kann und Herausforderungen meistert. Ziemlich schwer zu transportieren. Ein Wissenschaftler möchte ein konkretes Problem gestellt bekommen und dieses dann Lösen. Jetzt waren unsere Ziele aber ziemlich unkonkret, und hier muss ich zugeben, bin ich selbst ins Schleudern gekommen. Später wurde dies besser, als wir uns immer mehr auf die "Northern Lights" und "Endeavor" Geheimnisse stürzen konnten.


    Was dann kam, war der Orientierungsmarsch. Nachdem Herr Todeskino mich so freundlich in eine Kommandantenrolle gebracht hat, folgte die erste wirkliche Zusammenarbeit mit dem Militär. Lt. Hellersbach, vielen Dank, es war mir eine Freude und eine Ehre, das erste Viertel des Marsches mit Ihnen zusammen den bunten Haufen führen zu dürfen. Blöd, dass da eine Mine rumlag, und wir den Rest des Marsches horizontal verbringen mussten.

    Und nun: Holy shit, was seid ihr irre. Vielen vielen vielen Dank für dieses Erlebnis. Trotz meiner Hinweise und Angebote gegenüber dem medizinischen Personal, mich vielleicht doch wieder gestützt zu transportieren, anstatt mich zu tragen (nicht uneigennützig, von zwei netten Damen gestützt zu werden hat doch was), ihr habt das durchgezogen. Ihr habt gefühlte zwei Stunden über 100kg durch die Pampa gewuchtet, weil es eine Simulation innerhalb eines Spiels erforderte. Nochmal: Danke.


    Der erste Tag neigte sich dem Ende, und der zweite wurde nicht weniger aufregend und spannend. Die mutmaßliche Verschwörung verdichtete sich im Laufe des Tages, und aus Räuberpistolen wurden konkrete Szenarien.

    Peu à peu wurden die Hinweise auf die Dinge, die vor vier Jahren auf dem Gelände geschehen zu sein scheinen mehr, und nach einigen Irrungen und Wirrungen bzgl. Geheimhaltung war aus meiner Sicht das gesamte Team mehr oder weniger an dem Sammeln von Daten und Auswerten dieser beteiligt. Nachdem ich nachmittags wegen eines Termins den Beginn des Schießtrainings verpasst habe, und unser Trupp trotz einer nur 5 minütigen Einweisung für mich eine Bestzeit erreichte, kam die Eskalation.

    Eine „einfache“ Übungsmission wurde bitterer Ernst. Es wird ja beim Larp immer so gerne von Immersion gesprochen, und bei dieser Mission muss ich sagen, war mir tatsächlich etwas mulmig, als aus „Spiel im Spiel“ „Ernst im Spiel“ wurde. Schon erstaunlich, wie sehr man mit seiner Figur verschmelzen kann.


    Der Abend war schließlich davon geprägt, das Erlebte aufzuarbeiten, und herauszufinden, warum die Replikaten „durchgedreht“ sind, bzw. ob einer meiner Mitarbeiter ein Replikant ist, oder einfach nur irre, und WTF hier eigentlich gerade los ist. Vielen Dank für das tolle Spiel hier an Cpt. Nyborg!


    Ich könnte weiter und weiter schreiben, vermutlich sind die meisten an dieser Stelle schon lange ausgestiegen, nichtsdestotrotz noch ein zwei Verbesserungswünsche:

    Zum einen hätte ich es als Leiter eines nicht unwichtigen Bereiches schön gefunden, in den Auswahlprozess und das Assessment stärker eingebunden zu sein. Im Grunde habe ich „nur“ dafür gesorgt, dass das Team ein Team wird, wurde aber nie nach Potentialen oder einzelnen Personen befragt. Hier wäre noch deutlich mehr möglich gewesen. Zum anderen war es auch andersherum so, dass meine Mitarbeiter ruhig häufiger die Ressource „Chef“ hätten nutzen können, sei es, um mich über aktuelle Stände zu informieren oder um Kontakte zur Führung zu halten. Ebenfalls hätte ich mir so etwas wie eine tägliche „Leitungsroutine“ gewünscht, um Berichte aus den verschiedenen Bereichen abzugleichen. Lässt sich aber sicherlich alles IT lösen.


    Bleibt mir nur noch einmal „Danke“ zu sagen, an alle Beteiligten des Projekts, sei es die Orga für ihren unermüdlichen Einsatz vor und während der Veranstaltung. An meine Adjutantin, 2nd Lt. Jone Minnaert, für ihr „an meinen Fersen kleben“. An die Replikatenspieler für ihre großartige Darstellung von Mensch-Maschinen. An die Mitglieder des Militärs für ihre herausfordernde Aufgabe, zivile Mitarbeiter in ihren einstudierten Apparat zu integrieren. Und insbesondere an die Küche für das spitzenmäßige Essen.


    Vielen Dank, ich freue mich auf nächstes Jahr :)

  • Ich glaube, es waren tatsächlich 2 Stunden, die Maliki getragen wurde. ;)


    Zitat


    Eine „einfache“ Übungsmission wurde bitterer Ernst. Es wird ja beim Larp immer so gerne von Immersion gesprochen, und bei dieser Mission muss ich sagen, war mir tatsächlich etwas mulmig, als aus „Spiel im Spiel“ „Ernst im Spiel“ wurde. Schon erstaunlich, wie sehr man mit seiner Figur verschmelzen kann.

    Das kann ich so zu 100% unterschreiben!

  • Moin, ich kann wieder laufen und in der Küche habe ich heute auch schon wieder was gemacht und war glücklich mal länger als 3h zu schlafen.
    Zu den Plotinhalten kann ich nur wenig sagen weil es war für mich wie das schauen einer Fernsehserie war, in die man jede Stunde einmal für 5 Minuten rein zappt. Aber diese 15 Minuten waren von euch immer so toll, da Ihr mich immer direkt angespielt habt. Abends nach Küchenschluss einfach ein Traum wieder Teil des Spiels zu sein. Aber persönliches Highlight danke für den Flashmopp der war einfach superkalifragilistikexpialigetisch.

    Kommen wir zu meiner Spielwiese, ganz großen Dank für das spülen, zwischen drin einfach zu kommen um Hilfe an zu bieten super. Das warten beim Frühstück das es eröffnet wird habe ich in dieser wunderbaren Form noch nicht erlebt, keiner der naschen wollte. Alle ganz friedlich in einer Reihe aufgestellt egal welcher Rang oder akademischer Titel vorhanden war. :thumbup:

    Danke an Ralf das er immer wieder da war und meine kleinen Sonderwünsche Töpfe, Vorlegeplatten und und und besorgte.

    Danke an all die tollen Spielerinnen und Spieler wirklich alle durch die Bank einer von ganz wenig Cons wo ich alle Nasen mochte.

    Danke an Anne und Birgit für das erschaffen einer so tollen Welt. Es war mir eine Freude und eine Ehre einen "kleinen" Teil bei tragen zu dürfen. Das ich in meiner Küche volle Freiheit genießen durfte und nur Rücksicht auf den Zeitplan, das Budget und das Wetter nehmen brauchte.

    Heute habe ich erst das ganze Lob von euch verarbeiten können da gestern noch im Tunnel steckte. Ihr habt mich ab Freitag mit euer tollen Art des Spiels jede Stunde angespornt meinen Teil noch besser zu machen. Ich habe an diesen Wochenende meine persönliche beste Leistung im Kochen bei Großmengen abgelegt. Dank euch!!!!

    Dieses intensive kochen ist für mich wie ein Marathon und Sonntags bin ich nach dem letzten Essen im Ziel angekommen, Kopf und Körper wollen dann nicht mehr. Deswegen mache ich das auch nur zweimal im Jahr auf diesem Level und ich habe mal gesagt mehr als drei Tage halte ich nicht durch. Deswegen wären mir persönlich beim nächsten Mal drei Tage lieber.
    Aber dann muss ich mal aus meiner Komfortzone raus (Training ist angesagt). Ich will beim nächsten mal wieder dabei sein und für euch kochen.

    Euer PFC Freeman

    p.s. Danke an zwei "besondere" Esser das ich euer Vertrauen hatte.

    Where I come from the meal is the result of reflection and study. Menus are prepared in advance, timed to perfection. It is said that without the culinary arts, the crudeness of reality would be unbearable.

  • Ich will vor allem auch Danke sagen an Anne und Gisi, die so unglaubliche Mengen Arbeit in die Vorbereitung gesteckt haben, an Solan und Golli, die so super-lieb waren, meinen Kram mitzuschleifen (ohne euch hätte ich nicht teilnehmen können!), an Angie und Bambie für ihre unglaubliche Arbeit, diese Con am Überleben zu halten, an Fabbel, der mich nicht nur abgeholt hat, sondern auch fast die gesamte Con über ein Auge auf mich hatte, an Nadine, die mich auf dem Rückweg bis nach Düsseldorf gekarrt hat (vielen, vielen Dank!) und an alle meine Mitspielenden, die mich so bereitwillig erduldet haben <3


    Es war ja meine erste Con überhaupt und ich bin ziemlich schnell sozial gestresst und überfordert. Deshalb hatte ich Sorge, ob ich das Wochenende überstehe oder nicht einfach irgendwann in der Ecke hocke und mit niemandem mehr was zu tun haben will. Aber das war ja glücklicherweise keineswegs der Fall. Ich hatte immer den Eindruck, dass ich für mich passendes Spiel gefunden habe, wenn ich ein bisschen die Augen aufgehalten habe, und dass ich meinen Charakter einbringen konnte. Besonders großartig wurde es dann ab der Eskalation am Samstag Nachmittag als es ans Sammeln und Kombinieren der Hinweise ging. Habe mich sehr über diese Möglichkeit gefreut :)


    Ich will auch positiv hervorheben, dass ich mich in keinem Moment für meinen Vegetarismus oder meine Alkoholablehnung rechtfertigen musste. Das ist sehr wohltuend XD


    /edit Und außerdem, was Golli schon geschrieben hat:


    Zitat

    Es wurde an vielen Stellen damit gespielt, dass die Welt 2118 in einigen Punkten doch besser ist als heutzutage und das meint in diesem Fall Sexismus und Homophobie. Es gab bis auf ein einziges Mal, wo ich jemandem sehr intensiv über den Mund gefahren bin, keine sexistischen Witze, die ich mitbekommen habe (da reagiere ich auch OT sehr allergisch drauf). Noch dazu gab es keinerlei dumme Kommentare auf eine vollständig weibliche militärische Führungsriege, sondern es war halt einfach so. Es wurde gar nicht kommentiert. Also genau so wie es in meiner kleinen idealistischen Sonja-Welt sein sollte

    Mir ist auch die Abwesenheit von Sexismus, und queer-aversen Kommentaren und Handlungen positiv aufgefallen.

  • Mein Feedback wird für diese Con mal wieder etwas ausführlicher. :)

    Vorweg möchte ich meine Dankbarkeit ausdrücken und vor allem der vierköpfigen ORGA für Konzeption, Organisation, digitales Informationsmanagement, Umsetzung und Ausgestaltung der Con vor Ort Danke sagen! Ich hatte eine schöne Con und viel Spaß, welche vor allem die Freude auf weitere Cons vollends geweckt hat.

    Danke für Euren Mut, das Wagnis eines so großen, völlig eigenen Konzepts zu unternehmen!


    Teil 1 [wegen Zeichenbegrenzung]


    Vorbereitung

    Im Rahmen der Vorbereitung auf die Con hatte ich eine stetig wachsende Vorfreude, auch wenn es durchaus das eine oder andere Mal gab, das mich kurzfristig etwas verunsicherte, ob ich mir das ganze vielleicht doch anders vorstellte als eingangs verstanden. Mein Gedanke „spielst Du mal wieder zivil, dann wird es nicht so teuer in Sachen Ausrüstung“ ist wohl aber vor allem wegen meiner Begeisterung für das Konzept gescheitert (aber die Perfektionisten unter uns kennen das ja…).

    Nachdem ich im Vorlauf zur Anmeldung mehrere Konzepte mit der Orga gegengespiegelt hatte, fiel die Wahl auf Überläufer und Replikantenprogrammierer. Noch völlig ahnungslos, wie das im Spiel sein würde. Die nachfolgende Ausarbeitung führte sogar dazu, dass ich eine Zeit lang fast lieber doch noch auf Replikant gewechselt wäre.

    Aber insbesondere als die weitere Ausarbeitung meines Charakters nicht nur das Programmierspiel, sondern allem voran meinen persönlichen Hintergrund und die Herkunft Gestalt annahmen, hatte ich durchaus ein ziemlich genaues Bild und Erwartungen an die Spielwelt.

    Es ist lange her, dass ich über eine Woche vorher alles vollständig für die Con gepackt hatte. ^^Die vollständige IT-Anreise war für mich sozusagen das positive „i-Tüpfelchen“, dazu gleich mehr….


    Rahmen vor Ort

    Zum Gelände muss ich nicht viel sagen. Es war wie für manche andere auch meine 12. LARP-Con vor Ort (Habe gerade mal aus Neugierde nachgerechnet). Dadurch war mir natürlich das Bunkergelände, die Bunkerräumlichkeiten (die Freedom of the Stars *hust*) und die komplette Laufstrecke am Freitag bekannt. Aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. Das Ambiente war sehr stimmig und die ausführliche Nutzung des Feuerwehrhauses vermochte es, der Con nochmal eine eigene Nuance in Sachen Location-Erlebnis zu geben.

    Die Dekoration im Haus und auch draußen beim Checkpoint und vor dem Eingang, aber auch im Bunkerbereich förderten das Ambiente (ich müsste fast schon schreiben 'wie gewohnheit' 8o).

    In Sachen Verpflegung bin ich ja jemand, der auf Con bereits mit einfachster Kost super glücklich ist, da ich dann mehr Spielzeit habe, und nicht kochen muss. Hier dann aber richtig tolles und sehr leckeres Essen zu bekommen, war ein unerwarteter und toller Luxus. Nochmals vielen Dank dafür, Bambi und Angie! (Letzterer zudem auch fürs Putzen, LTCOL!)


    Mein Spielerlebnis

    Die IT-Anreise erfüllte auf ganzer Linie meine Erwartung: Ich war sofort In-Time. Die Ankunft war schön cineastisch und ich kam auch unproblematisch mit den ersten Anwesenden ins Gespräch. Als das Feldbett stand, waren die Endeavour Unterlagen im Schlafbereich meine Einstiegsbrotkrumen für den Plot, die ich allerdings natürlich liegen ließ, damit sie auch noch andere finden konnten und damit ich Kwans Naivität von Anfang an einbringen konnte. Auch wenn es dann etwas holprig war, was denn eigentlich wann anstand, war ich stets mit irgendwelchen Unterhaltungen beschäftigt. Die erste Outdoor-Tour erfüllte ihren vermeintlichen OT- und IT-Zweck „Teambuilding“, auch wenn mir zunächst der OT-Gedanke beim ersten Blick auf die Karte durch den Kopf huschte: „Schade, fast dieselbe Strecke wie beim TC 5.“ Ich hatte Spaß bei der Tour, den Touristenmodus-Zivilisten samt Hocker zu spielen und hoffe sehr, keinen Militärspieler damit genervt zu haben. Es wurde oben schon einmal schön beschrieben: Das gemeinsame Trinken und Feiern wirkte unglaublich stimmig und passend. Auf Seminaren oder Workshops geht man ja auch abends mit den anderen Kandidaten oder Teilnehmern Party machen. Insofern: sehr authentisch. ;)

    Am Samstag standen dann Wartungen der Replikanten an, was sehr überwiegend wie geplant funktionierte und mir Spaß bereitete (Dazu gesondert untern mehr).8) Zudem boten sich einige weitere Gelegenheiten meine Stellung als der „Quoten-Asiat“ auszubauen. Außerdem erlebte ich auch die ersten etwas tiefergehenden Charakterspielszenen und natürlich endlich unseren ersten gespielten Streit, ne, Sophie-nam?! Die Outdoor-Übung war anfangs für mich IT sehr spaßig und einfach interessant und später dann sehr plötzlich richtig nervenaufreibend. Echte Mine? Schüsse auf der anderen Seite? Plötzlich Schüsse in der Basis… uiui… und dann noch dieser Replikant, dessen Software den Wartungsmodus beendet… Wow. OT war jedoch die größte Überraschung: Die Welt geht nicht unter. Die EU steht noch. Es gab nur einen Vorfall in der Basis und es sieht weiterhin danach aus, dass wir tatsächlich vorhaben, auf Proxima Centauri B zu fliegen. (Ich hatte bis dahin OT verschiedenste Entwicklungen der Con-Geschichte für möglich gehalten.) Hiernach folgte weitere Nachforschungen, Rumzicken vor dem Büro des Colonels und Charakterspiel, sowie das Entwickeln der entsprechenden Theorie/Hypothese über das Endeavour-Projekt.

    Sonntags war es dann doch etwas ruhiger, aber das Abschlussgespräch, sowie zwei Charaktergespräche ("Wie bitte? Es ist ein One-Way-Tripp?") und der Cliffhangar waren nochmal sehr wertvolle Szenen, die die Con für mich abrundeten.

    Das Wort „Stop“ panisch und besonders viel IT rufen zu können, fühlte sich erst soooo falsch an, bewirkte aber umso mehr ein starkes Immersionserlebnis in der Szene mit der ‚echten Mine‘.

    Der Plot kam mir schön ausgewogen vor: Nicht zu komplex, aber auch nicht zu eindeutig/flach. Eben eine schöne Mischung, um nicht frustriert das Gefühl zu haben, kaum etwas herausgefunden zu haben, aber auch nicht zu denken „alles klar, alles simpel“.


    Tätigkeitsfeld-/Replikantenspiel

    Hier hatte ich mir ja recht viele Gedanken im Vorfeld gemacht, die dann von der Orga teils übernommen und teils noch weiter ausgebaut wurde. Das hat mich sehr gefreut. Grundsätzlich hat es auch gut funktioniert. Aber wie wir alle erwartet hatten, wissen wir jetzt noch besser, was wir weglassen, verändern und ergänzen können. Das wäre aber hier fehl am Platz und werde ich nochmal gesondert an der entsprechenden Stelle formulieren.

    Ich hatte viel Spaß beim „Warten“ und „Programmieren“ mit meinen sechs Replikanten. Dabei waren mir Zuschauer immer Willkommen und soweit ich mich erinnere, waren wir auch nie nur zu zweit. :)


    Charakterspiel

    Ein wesentlicher Bestandteil meines Spielspaßes bestand natürlich auch in der Darstellung der persönlichen Seite meines Charakters sowie in der Interaktion mit anderen Spielern. Hier konnte ich bereits auf der ersten Con spannenderes Spiel haben als ich davor erwartet hatte. Mein Überläufer-Status war hier sehr förderlich, um Spiel zu generieren, auch wenn ein direktes Nachbohren hinsichtlich meiner Loyalität (fast) ausblieb.

  • Teil 2 [wegen Zeichenbegrenzung]


    Ausblick/Potenzial

    Wie die nächsten Cons gestaltet sind, ist wahrlich ziemlich offen. Man darf gespannt sein. In meinen Augen liegt das große Potenzial dieses Konzepts in der Teamarbeit und Kooperation bzw. in der Reaktion auf überraschende Ereignisse und unerwartete Veränderungen, also auf der Abenteuerkomponente.

    Des Weiteren ist das Spannende natürlich auch, unsere Welt der Zukunft zu bespielen, wobei gerade das Weiterdenken nach der Frage „Was wird in 100 Jahren sein?“ einen besonderen Reiz ausmacht. Ich hoffe aber auch, dass sich die moralischen Fragen des Settings noch weiter stellen werden und es dabei auch noch zu unterschiedlichen Positionen – womöglich auch Reibereien – kommen wird.


    Konstruktive Kritik

    1. Die Immersion war durch Anreise, Location und Ausstattung durchaus sehr hoch. Mich ließen jedoch das ein oder andere mal Gespräche im Spiel „stolpern“, entweder, weil Teilnehmer Dinge aus der Spielwelt erzählten, die für mein Empfinden/nach meinem Wissensstand eher 20 und nicht 100 Jahre in der Zukunft liegen, oder, weil sogar Dinge beharrlich als korrekt dargestellt wurden, obwohl sie eindeutig dem Lexikon widersprachen. Ich betone, dass ich deswegen keinem sauer bin. Es war für mich nur Schade und riss mich das ein oder andere Mal ins OT. Natürlich kann man auch nicht erwarten, dass jeder alles von vorne bis hinten gelesen und auswendig gelernt hat. Aber wenn man sich nicht sicher ist, wie die politische Landkarte Nordamerikas 2118 aussieht, dann sollte man vielleicht besser schweigen als wahllos etwas zu formulieren. Andererseits ist es auch selbstverständlich, dass man nicht alles vollkommen ausformulieren kann; das macht auch keinen Sinn.

    Für die zweite Veranstaltung würde ich mir jedoch noch etwas mehr Hintergrund im Lexikon bzgl. drei Bereiche wünschen:


    a) Alltag 2118

    b) Technologien 2118

    c) Wirtschaft & Soziales 2118



    Ich bringe mich hier auch gerne in Abstimmung mit der ORGA ein, falls gewünscht. :)

    Im Zweifel kann man dann auch einfach IT jemandem via „Wikinet“ zeigen, wie etwas korrekt ist (so mit „Besto“ zB IT geschehen) oder es selbst IT nachsehen.

    Als positives Beispiel seien hier Politik und Militär erwähnt, bei denen ich aufgrund der ausreichenden, vorhandenen Hintergrundmenge keine immersionsbrechenden Ungereimtheiten erleben durfte.



    2. Ausführliches Feedback zum Programmieren kommt wie gesagt nochmal extra. Dennoch möchte ich hier zwei Dinge nennen: Zum einen sollten wir die Regelung, dass ein Militär-Replikant nur mit anwesendem Vorgesetztem gewartet werden darf, überdenken und bestenfalls eine andere Lösung finden. Jene Militär-Replikanten hätte sich genauso wie ich etwas mehr Wartung gewünscht, welche jedoch an der Verfügbarkeit eines Vorgesetzten scheiterte. Was man diesen aber auch nicht zum Vorwurf machen kann - schließlich haben die auch Aufgaben und ihr ganz eigenes Spiel. Welche Lösung man hier wählt, wird noch zu entscheiden sein; vieles ist ja hier denkbar.

    Zum anderen glaube ich, dass wir vollständig (aber nicht ausführlich) den Aufbau und die Bestandteile der Software eines Replikanten definieren sollten, damit man auf „einer Wellenlänge“ miteinander Programmierspiel betreiben kann. Das hört sich womöglich sehr umfangreich an, aber wenn man es mit den wesentlichen Softwarebestandteilen eines Smartphones vergleicht, so ist das Ganze dann doch deutlich überschaubarer und erfassbar.



    3. Vermutlich war es einfach der Situation geschuldet, dass manche sich nicht so ganz sicher waren, dass es sich ja – wie im OT-Einladungsflyer geschrieben – um ein Assessment Center handelte und was das jetzt genau bedeuten würde. Deswegen war die Aufgabenlage - wie Phil/Prof. Dr. Maliki oben ja schon geschrieben hat - etwas verwirrend, was auch zu mehrmaligem langwierigem Gesprächschaos unter den Wissenschaftlern im Spiel führte. Für die Wissenschaftsabteilung sollte dies meiner Meinung nach ab der nächsten Con besser werden. Wir sollten ebenfalls klare Uhrzeiten/Termine für Abteilungstreffen o.ä. haben und uns ggf. Aufgaben selbst im Spiel entwickeln/formulieren. Mich hat das jetzt nicht so sehr gestört, da ich mehr als genug mit den Replikanten zu tun hatte, aber für die Zukunft ist das meiner Überzeugung nach ein Punkt, der den Spielspaß in der Wissenschaftsabteilung – also bei der überwiegenden Mehrheit der Zivilisten – sehr gut fördern könnte.



    4. Der letzte Punkt ist mehr an mich selbst gerichtet und maximal an etwaige Gruppenführer als Einladung für die Zukunft: Ich muss das nächste Mal mir mehr IT-Motivation herleiten, mich bei den Outdoor-Aktivitäten/Action als Zivilist mehr einzubringen. Eine höhere Auslastung und Anstrengung hätte womöglich die Charakterentwicklung beflügelt. (Aber wie gesagt: Bin da selbst schuld. XD)


    Highlights, Danksagungen und Sonstiges völlig vermischt zum Schluss

    Zunächst herzlichen Dank an die sechs Replikanten: Ich danke euch für das Vertrauen und das Spiel MITEINANDER in Sachen Programmierung. Egal was ich verrücktes gesagt/gefordert/gemacht habe, ich habe eigentlich immer eine Antwort bekommen. Das war super! Denkt auch immer daran: Egal, was ihr sagt, es ist nicht falsch - ihr seid eine Maschine, die Hin und Wieder Fehler macht. ;)


    Zunächst war ich ob der Bandbreite der Spielstile etwas unsicher, wie es werden würde. Nun finde ich es super, solch eine Herstellerbandbreite unterschiedlichster Modelle zu haben. Dazu noch eine Rückfrage und Anekdote: Alle Replikanten bis auf einer haben sich bei der Frühstückssimulation für die Banane entschieden: Habt ihr euch abgesprochen? [Korrektur:] Denn der eine, der den Apfel wählte, war 313 vom führenden EU-Hersteller Krauss-Siemens, der den Apfel aufgrund des niedrigeren Preises wählte. Da musste ich mich so zusammenreißen, nicht laut loszulachen… Ich habe das nämlich von euch allen sehr abgefeiert. :D


    Ebenfalls einen Dank an das Publikum beim Programmieren, von dem ich durchweg das Gefühl hatte, stets als toller Programmierer gespielt bzw. angenommen zu werden!



    Es wurde ja schon mehrfach am Sonntag gesagt: Die Kooperation zwischen Militär und Zivilisten lief wirklich sehr gut und sehr larptauglich! Das ist keineswegs selbstverständlich. Vielen Dank euch allen dafür!

    Danke an die Soldaten fürs Einschüchtern am Anfang, fürs Geduld haben am Ende und fürs Zivilisten-Miteinbinden in der Mitte! Einbissel hatte ich ja vor allem bei der Einweisung zum zweiten Übungsszenario ein schlechtes Gewissen in Anbetracht meiner gespielten Planlosigkeiten und den dämlichen Rückfragen… Ich hoffe, lieber Franz, ich bin Dir nicht OT auf die Nerven gegangen.:D



    Des Weiteren fand ich es super, wie ihr meine Herkunft angespielt und wohl auch hinter meinem Rücken damit gespielt habt. Gerne mehr und weiter so! Ich möchte als Überläufer aus einem völlig anderen Kulturkreis natürlich anecken und freue mich darüber, wenn es gelingt. Neben dem Konflikt mit Kwan bzw. dem Asiatischen Staatenbündnis, kann man so ja auch gut feststellen, was „typisch“ EU 2118 ist.



    Danke, Frau Leidgenossin Laura, fürs Besto-Fernost-Freunde-Dasein, es war mir eine Freude mit Dir diese EU-Individualisten mit ihrem unerträglichen 'Mikroplastik' und 'Rassismus' und ihren 'Billionen von Gesetzen' zu erleben und über sie zu reden… Die Zukunft in der EU wird schön. 8o


    Abschließend noch Danke für die vielen Charakterspielszenen und persönlichen Gespräche, für die ich jetzt bewusst nicht Namen nenne, da ich sonst bestimmt jemanden vergessen würde!


    #BeendedenWartungsmodus

  • Ich will auch positiv hervorheben, dass ich mich in keinem Moment für meinen Vegetarismus oder meine Alkoholablehnung rechtfertigen musste. Das ist sehr wohltuend XD


    /edit Und außerdem, was Golli schon geschrieben hat:


    Mir ist auch die Abwesenheit von Sexismus, und queer-aversen Kommentaren und Handlungen positiv aufgefallen.

    Das funktioniert halt wahrscheinlicher, wenn die SL sich vorher Gedanken gemacht hat, wie sie mit OT mit Chauvinismus umgeht UND welche Darstellung von emanzipatorischen Konflikten bzw. Errungenschaften sie im Setting wünscht. Es gab aufgrund der Beschreibung der Religionen und Replikanten halt sehr konkrete Konflikte im Setting, die solche Plotelemente und Szenen ermöglichen, aber auch quasi die Ansage, dass sich konservative Hardliner in der Identitätspolitik bzw. Normativität eher nicht durchgesetzt haben. "Katholiken gemäßigt", "Islam liberalisiert"...

    Ressentiments gegenüber bestimmten Regionen der EU wurden allerdings im Spiel sehr klar gepflegt. Wenn auch eher in der spötttischen Form. Da blieb durchaus offen, ob bei den Charakteren latent chauvinistische Gedankenmuster herrschen oder eben nicht.

    Das gehörte bei mir auch zu "handwerklich gut".

  • Mir ist noch eine Sache eingefallen jetzt wo ich mehr Schlaf hatte und die Erlebnisse mehr revue passieren lassen konnte was in den Bereich Anmerkungen / konstruktive Kritik für alle fällt:


    Wir spielen ja ein LARP und keine RealSim. Von daher erwarte ich persönlich von niemandem entsprechendes OT-Fachwissen in dem Bereich, den er/sie bespielt. Egal ob Militär, Meteorologie, Psychologie, Medizin oder Xenobiologie. Wichtig ist ja nur, dass man es ausreichend glaubhaft faken kann. Genau wie ich von Laura zum Beispiel nicht erwarte, dass sie Russisch kann oder von Simon, dass er Koreanisch kann oder von Solan, dass er Gälisch kann bzw. von Kosh, dass er mir jetzt einen xenobiologischen Vortrag hält oder von Olli, dass er mir extraterrestische Meteorologie erklärt. Es wäre ja super langweilig, wenn wir alle nur das bespielen, was wir auch OT können oder halt OT im Alltag sind. Dafür muss man dann ja kein Larp machen.

    Zeitgleich erwarte ich auch von allen, die das entsprechende OT-Wissen haben, dass sie nicht die Personen, die das Wissen nur IT faken (egal ob Sprache, Fachwissen oder sonstiges), nicht IT übertrumpfen oder an die Wand spielen was halt in dem Fall sehr einfach geht. Oder auch nicht in unangenehme Situationen manövrieren. Zum Beispiel, dass jemand, der fließend Russisch kann, sich dann vor Laura aufbaut und sie in russisch zutextet oder jemand aus dem OT-Militär sich vor Col. Soames stellt und mögliche Entscheidungen aufgrund von OT-Wissensvorsprung kritisiert. Von den Personen erwarte ich im Gegenteil, dass die sich zurücknehmen auf ein Level was eben zu ihrem Charakter passt von dem Wissensstand her (oder sogar noch etwas weiter) und die anderen in ihrer Darstellung supported.

    Nehmen wir das Militär-Beispiel: Wenn jetzt Beispielsweise Franz etwas kurios findet was Gisi mit Soames spielt und es vielleicht nicht wirklich zum OT Militär passt, dann kann sich Graham zum Beispiel IT denken "Offiziere ey die soll einer verstehen...aber sie ist sicherlich nicht ohne Grund da wo sie ist" und das entsprechend IT supportend darstellen.
    (Das sind jetzt einfach nur Beispiele ohne reale Grundlage. Dienen nur als Veranschaulichung.)

    Ich fänd es mega blöd, wenn sich niemand mehr traut irgendwas zu bespielen, wo man eben OT kein Spezi drin ist aus Angst, dass es ggf. unrealistisch wirken könnte. Ich denke, dass wir quasi alle LARPer sind weil wir eben mehr erleben wollen als das, was wir im Alltag machen und mehr Leben / Welten kennenlernen wollen. Und zusätzlich gehe ich davon aus, dass niemand von uns die Zeit hat intensiv OT-Wissen in welchem Bereich auch immer anzuhäufen, die einer OT-Ausbildung/-Studium in dem Bereich entspricht.

    Das nur nochmal als allgemeine Anmerkung für diese Themen, da wir ja doch eine andere Art Larp spielen als jetzt Fantasy wo alle ja eher per default auf einem selben OT-Wissensstand sind und keiner OT Profi-Drachentöter oder OT-Erzmagier ist. ;)

  • Hallo zusammen!


    Ob ihr wollt oder nicht, auch ich wollte ein paar Worte hier lassen. ;)

    Zuerst möchte ich los werden, dass ich von euch allen sehr positiv überrascht war - und dabei am meisten von denen, bei denen ich mich vor der Con fragte, ob das wirklich das richtige Setting für sie ist. Tiefen Respekt dafür!

    Dann natürlich an Anne, Gisi und Sven - euch vor allem für die Organisation, eine wundervolle Spielwelt und dafür, euch mein gelegentliches Gejammer anzuhören. ;) Wie üblich gelobe ich Besserung. It was a privilege, playing with you tonight. #titanic

    In etwas persönlicherer Sache möchte ich euch allen auch dafür danken, dass ich meinen Charakter spielen konnte, wie es nunmal ging. Und das meine ich so: In meiner Hosentasche befindet sich - wie jeden Tag - dieser Ausweis in kleidsamen blau/rot, der da sagt: Tu dem nicht weh, der sieht nichts. Mitspieler zu haben, die sich alle Mühe geben, über diese Unwegsamkeit nach Kräften mit mir hinweg zu spielen ist ein außerordentliches Privileg. Danke also dafür, dass ihr Cpt. O’Neill ernst nehmt, auch wenn er euch nicht in die Augen sieht. ;) Im Übrigen darf ich aber erwähnen, dass ihr euch nicht über die Maßen verstellen müsst: Wie bei eigentlich jedem Charakter habe ich auch bei diesem eingebaut, dass da was nicht ganz stimmt (vielleicht nicht ganz so schlimm wie im echten Leben - aber die Augen sind auch IT nicht völlig ok; das würde ich wirklich nicht gespielt bekommen). Ihr seid herzlich dazu eingeladen, damit zu spielen. Ich verspreche euch, es schmollt wenn überhaupt nur der Charakter, ich nicht.

    Besonders hervor heben möchte ich auch jemanden, ohne den Rest damit zurücksetzen zu wollen. Ich hoffe, ihr versteht, wie es gemeint ist. Zum einen sind das Götz, Franz und alle anderen mir unbekannten OT-Militärs, Polizisten und Sanis, die jemanden wie mich in der Rolle trotzdem ernst nehmen. Irgendwie siehe oben - aber halt auch nicht. ;) Ihr versteht sicher meinen Punkt. Dann ist da noch Fabbel, der mir treu nicht von der Seite gewichen ist, mir den Essenshintern nachgetragen hat und meinem Charakter ganz schön zugesetzt hat - und das als Replikant. *g* Bambi und Angie - weil ihr erstens so nett wart, obwohl ich eeeeecht Respekt davor habe, mit fremden Leuten in einem Zimmer zu schlafen. Und gleich nochmal, weil ihr mich so fleißig mit Tee, Kaffee und Sahne versorgt habt. ;) Und dann sind da noch Gary und Cait, die artig darüber weggespielt haben, als ich bei meiner OT-Ansage etwas über die eigenen Füße gestolpert bin. Ihr hättet mir an der Stelle das Leben als SL viel schwerer machen können, habt aber freundlich gelächelt, mit den Schultern gezuckt und seid abgegangen wie Schmidts Katze. Bämm! Vielen Dank!

    Ich hatte eine tolle Con mit euch allen und kann das nächste Jahr kaum erwarten. It’s gonna be legendary!

  • Hallo liebe Mitreisen,


    es hat auch mir, dem mürrischen Ingenieur, sehr viel Spaß gemacht mit euch das Wochenende zu verbringen. Danke dafür an euch! Und entschuldigt es, sollte der Charakter euch etwas zu sehr mit herablassende Kommentaren traktiert haben.

    Hier möchte ich euch meine Impressionen darlegen, damit sie dazu verwendet erden können eine noch dichterer Atmosphäre zu schaffen.

    -Das Setting und die Story haben mir sehr gut gefallen und ich fand diese auch von der Orga und von den Spielern sehr gut umgesetzt.

    -Die Überraschung am Ende war Klasse!

    -Über das Essen brauchen wir gar nicht zu reden, allein dafür würde es sich lohnen nach Proxima zu fliegen.

    -Das Softairtraining und auch die Geländespiele fand ich super (auch dass ich als Zivilist daran teilnehmen konnte) und ich bedaure es sehr, dass das Capture the Flag Scenario abgebrochen werden musste. Danke an Leutnant Ellersbach, die mir dummen Zivilisten Nachhilfe im Waffeneinsatz gab.

    -Dennoch hatte ich den Eindruck, dass das Spiel etwas zu viel um das Militär gebaut worden ist. So gab es Schießtrainings und es galt die Anlage zu bewachen, während das zivile Personal in der Zeit einfach nur da war. -> Ok es galt den Metaplot um die Endeavor zu lösen, aber ich hätte mir etwas mehr zivile Team bildende Maßnahmen oder die Zusammenstellung wissenschaftlichen Arbeitsgruppen gewünscht.

    -Auch hatte ich den Eindruck, dass der Bunker nur als Bier und Waffenlager genutzt wurde (OT-Grund?). Selten habe ich unten jemanden angetroffen. Nur die Logistiker haben Stühle und Tische dorthin verfrachtetet. Diesen denke ich hätte man intensiver Nutzen können, um das Flair der Abgeschiedenheit, der Geheimhaltung und einer militärischen Anlage bis ins höchste Maße zu verdeutlichen.


    Das wars! Hoffentlich sehe ich euch wieder - bis Bald!

  • -Auch hatte ich den Eindruck, dass der Bunker nur als Bier und Waffenlager genutzt wurde (OT-Grund?). Selten habe ich unten jemanden angetroffen. Nur die Logistiker haben Stühle und Tische dorthin verfrachtetet. Diesen denke ich hätte man intensiver Nutzen können, um das Flair der Abgeschiedenheit, der Geheimhaltung und einer militärischen Anlage bis ins höchste Maße zu verdeutlichen.

    Ich denke, dass das in der nächsten Con / den nächsten Cons anders werden wird, wenn unten auch tatsächlich etwas ist womit man spielen kann. Ich persönlich war hauptsächlich wegen Medic Gedöhns unten und dann auch möglichst kurz weil es mit durchgeschwitzen dünnen Klamotten war (weil man grad draußen Action hatte).


    Im Gegenteil fand ich es besonders schön, dass das Haus und die Umgebung so cool genutzt wurden und man eben nicht im Bunker frieren musste.


    Bezüglich der Zivil-Aufgaben habe zumindest ich persönlich nie unterbeschäftigt gefühlt, im Gegenteil. Und aus meiner Sichtweise heraus hatte ich auch viel Spiel mit den anderen Wissenschaftlern und bin mit einem "Teamgefühl" sowohl mit den Zivilen als auch mit den Militärs herausgegangen. Zugegebener Maßen hatte ich mit Dir quasi kaum Spiel, keine Ahnung woran das lag. Aber das kann man ja bei Teil 2 gern ändern.


    Wenn Du das Gefühl hattest, dass es für Deinen Char nicht genug Dinge zu tun gab, könntest Du ja bis zum nächsten Con überlegen was Dein Char eben jetzt beim Start eines solchen Projekts tun würde und das entsprechend planen / organisieren. Zwar wissen wir ja noch nicht was jetzt das Setting vom nächsten Mal ist bzw. wieviel Zeit dazwischen vergeht, aber so hast Du zumindest schon mal einen Grundstock von Dingen, die Du quasi "selbstbespaßend" oder auch mit anderen Personen dazu, tun könntest oder darauf aufbauen könntest.

    Als Beispiel von mir persönlich: Mein Charakter wird mit den anderen Medics dafür Sorge tragen, dass die Med-Station entsprechend tiptop ausgestattet ist sobald man jetzt längere Zeit in dem Bunker bzw. der Anlage abgeschottet festsitzt damit die medizinische Versorgung gewährleistet ist (was jetzt erstmal OT Planung vor allem ist mit Dingen bauen/basteln/besorgen), zeitgleich wird sie sich so gut wie möglich fortbilden was Medizin & Raumfahrt betrifft (was erstmal OT Arbeit von mir selbst ist, dann Absprachen mit SL zum Setting) und daraus resultierend werden sich dann die Fragestellungen für meinen Charakter bzw. ihr Fach ergeben, die dann sehr wahrscheinlich für mich auf dem nächsten Larp Spiel generieren und womit ich noch für andere Spiel generieren kann weil man sich wissenschaftlich austauschen kann etc.pp..

  • hab lange überlegt ob ich überhaupt etwas schreiben sollte....





    Normalerweise hab ich mit SciFy nichts am Hut, ich hab weder Star Treck, Star Wars und wie sie alle heißen, gesehen und tue mich daher in weit voraus liegenden Genres häufig etwas schwer.



    Was ich hier toll fand war die Idee an sich, die liebe fürs Detail und die Gesamte Aufmachung des ganzen schon vor dem Con. Ob es Zeitungsberichte waren oder das Päckchen mit dem Marsch Befehl, überall war wirklich spürbar das hier ein Team am Werk ist das wohl viel Herzblut in den Con steckt.


    Von der Orga kenne ich tatsächlich keinen , bzw. kannte ich vor dem Con keinen und wusste daher auch nicht, wie diese, dass aus anderen Cons evtl handhaben.

    Was mir allerdings sofort aufgefallen ist und was ich ausdrücklich loben möchte ist der Kontakt zur Orga vor dem Con der immer direkt, freundlich und schnell ging, selbst wen man eine Frage immer wieder anders formuliert nochmal gefragt hat ;-) man hat sich stets gut Informiert gefühlt die Orga als Freund und Helfer ^^


    Das Essen auf dem Con war klasse und auch hier nochmal ein Lob an den Koch ^^


    Ein interessantes Setting in toller Atmosphäre mit einem hohen Darstellungsgrad und liebe zum Detail. Überall konnte man Spiel finden, es war eine Dynamische Lage und getreu dem Motto „leben in de Lage“ konnte man sich gut drauf einlassen ;-)





    Leider kamen wir sehr spät an, was letztlich mehreren Umständen geschuldet war.

    Am Tor wurden wir schon von zwei Soldaten empfangen und das Spiel begann offensichtlich direkt am Tor.

    Im Gebäude dann war es etwas schwieriger sich zurecht zu finden Überall Leute die ich im ersten Augenblick auch gar nicht zuordnen konnte.


    Als wir die Anmeldung gefunden hatte wurden uns Formulare ausgeteilt und wir wurden aufgeklärt wo wir unsere Betten aufstellen konnten.


    (ich meine auch das es irgend eine Ansage gab vor der Außenmission die ich allerdings aus Gesundheitlichen Gründen Verpasst habe)


    jedenfalls gab es dann Essen, es wurde etwas über eine Gelände Begehung besprochen und neben bei haben wir das Auto ausgeräumt um fest zu stellen das wir im Schlafsaal keinen Platz mehr hatten, dann jedoch ging es direkt weiter zu Bunker Führung wo wir auf die Schweigepflicht hingewiesen wurden die wir auch unterschrieben haben sollten (hatten wir natürlich nicht, soweit waren wir da noch nicht)


    Lange rede kurzer Sinn wir kamen nach mehr als 5h Autofahrt an, hatten noch nicht mal unser Feldbett aufgestellt geschweige den eine Ahnung wo wir jetzt schlafen sollten und es ging schlag auf schlag ( hier kein Vorwurf, da kann ja die Orga nichts für das wir zu spät kamen) da war dann auch schon der Gelände Marsch...und wir die „9er“ mitten drin mit dem Problem das wir zu dem Zeitpunkt gar nicht genau wussten wer überhaupt unser „Ansprechpartner“ oder „Folgesetzer“ war sodass ich dann im Schulterklappen wirr war auch irgendwann den Überblick verloren habe und für mich keine klare Hierarchie erkennbar war an die ich mich hätte halten können.

    Ich wusste also nicht wer Arzt ist oder Militärischer Leiter was dann später noch zu Konflikten führte da wir wohl versehentlich dem ein oder anderen deshalb auf die Füße getreten sind.


    Unsere Betten konnten Siggi und ich dann nach der Nacht Aktion beziehen, hier sei vielleicht auch erklärt warum ich ein Organigramm, auf dem die Struktur erklärt wurde, neben der Küche in all der Hektik des ankommens nicht bemerkt habe.

    Ich hab auch erst Samstag Mittag erfahren das Siggi und ich Waffen tragen durften die uns vorher untersagt waren zu tragen was wohl daran lag das wir als „9er die gerade aus dem Einsatz direkt nach Erntebrück kamen“ eben auch noch die Einsatzanzüge trugen und noch nicht den Tarnanzug.

    Das führte wohl leider mehrfach zu Verwirrung da selbst am Sonntag noch ein Soldat überrascht war das wir der Sicherheit angehören.


    Das Schießtraining von Franz hätte ich liebend gern mitgemacht. Der Grund warum „Die 9er“ sich dann aber mit ihrer Picknick Decke verzogen haben, war aber schlicht der ,dass mein Kollege und Spotter vorher noch nie eine Art Waffe in der Hand hatte und selbst ausgiebig Training in seiner Verwendung als Scharfschütze bekommen hatte.



    Was ich jetzt mit all dem text Sagen will :


    Das Spiel war dicht und hatte eine Dynamische Lage die einen Sofort erfasst hat als man ankam, „leider“ allerdings mit so einem schwung das wir nicht einmal „richtig“ ankommen konnten. Ich hatte daher auch Schwierigkeiten die gesamte Struktur und Hierarchie richtig zu erfassen und anzunehmen so dass ich ggf. einem Charakter gegenüber einen Schrofferen Ton einschlug weil ich ihn schlicht falsch zugeordnet hatte, als ich es täte wen ich gewusst hätte wer dieser Charakter für mich im Spiel ist.


    Beispiel :

    Beim Verwundeten Transport in der Nacht kamen bestimmt 3 Uniformierte mit verschiedenen Rang auf mich zu, jeder sagte etwas anderes sodass zuerst kein klarer Ansprechpartner feststand da ich ja weder It noch OT wusste welcher Gruppe mit welcher Führung ich jetzt angehöre.

    Das führte dann letztlich dazu das ich irgendwann nur noch das befolgt habe was mir und dem Charakter zielführend erschien dass wiederum mag der ein oder andere aufgefasst haben als das wir ohnehin alles ignorieren.

    Fakt ist ganz einfach wir sind mitten in ein laufendes Spiel gekommen, bei dem Viele schon Zeit hatten sich kennen zu lernen und Strukturen zu Etablieren die wir in der kürze der zeit die wir vor Ort wahren bis wir raus mussten, gar nicht richtig aufgreifen konnten.


    Das ganz ist weniger als Kritik an der Orga zu verstehen die Schlicht weg nichts dafür kann das wir später ankamen, soll aber auch dem ein oder anderen Kritiker unser handeln etwas verständlicher darlegen.



    Was mir besonders gut gefallen hat neben dem Essen und dem Detailreichtum.......



    Das Spiel mit dem Staff Sgt der rüber kam wie ein Amerikanisches Klischee (im positiven sinne) und dessen amüsant überspitzt vorgetragenen Geschichten schön anzuhören waren.


    Das Stundenlange einschießen der Waffen und das Training mit Siggi


    Die interessanten Gespräche mit Franz



    Sowie auch die Improvisierte Versorgung des Herren der oben auf dem Hügel über den Haufen geschossen wurde und letztlich mit einer Leiter abtransportiert worden war,



    Die Verletzten Rettung in der ersten Nacht mit 2h Tragetuch Transport mit einem tollen Trupp.





    Soweit bis hier ^^