It's the end of the world as we know it

Die Besprechung war vorüber, die letzten Taschen verstaut und die Fahrt würde gleich losgehen. Etwas verstohlen griff Sophie nach der Hand des Soldaten, drückte sie kurz, lächelte ihn kurz verstohlen an. Als sie seine Finger loslassen wollte, drückte er sie noch einmal sanft, sie musste noch mehr lächeln und lief schnell zum Bus.

Die zivilen Mitarbeiter stiegen zuerst ein, die Russin sah sich kurz um. Da wäre ein Platz neben Herrn Klug. Sie mochte den Tschechen, schätzte seinen intelligenten Humor und seine ruhige Art. Allerdings war ihr gerade nicht nach einem tiefsinnigen Gespräch über die russische oder tschechische Lebensphilosophie, und irgendwie endeten ihre Gespräche - vor allem wenn man dafür eine ganze Busfahrt hatte - gerne mal dort. Nein, lieber etwas Ruhe. Ohne es selbst zu merken, steuerte sie den hinteren Teil des Bus an. Suzanne saß dort, wirkte in Gedanken. Kurzentschlossen ließ sie sich neben der Französin nieder, lächelte erneut und begann dann nach ihren Kopfhörern zu suchen. Kurz streifte ihr Blick das Blatt, dass die Ärztin herausgeholt hatte, las ohne es zu wollen die erste Zeile. Die Blicke der beiden trafen sich, Suzanne wirkte etwas aufgescheucht, Sophie lächelte entschuldigend, ehe sie ihr zuzwinkerte und dann ganz bewusst weg sah. Mit wenigen Fingerstrichen hatte sie Spotify gestartet und schaltete die zufällige Wiedergabe ein.

It's the end of the world as we know it...

Sophie musste ein bisschen schmunzeln. Sie dachte an den "fatalistischen Humor" den Colonel Soames ihr zugesprochen hatte.

"...I feel fine..." murmelte sie leise und lächelte schräg in sich hinein.

Kommentare 1

  • save yourself, serve yourself / World serves its own needs, listen to your heart bleed